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zerstoszen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zerstoszen verb.

Bd. 31, Sp. 781
zerstoszen, verb., zu stoszen (th. 10, 3, 487), ahd. zistôzan, mhd. zerstôzen, mnd. to-, mnld. testoten; 1) trans., a) in stücke, entzwei, zu staub stoszen, zertrümmern, α) gegenstände wie kräuter, gewürze u. ä. im mörser zerstampfen: Konr. v. Megenberg b. d. nat. 376; 149; 303; nim myrrha ..., zerstosz und gibs in wein Wirsung arzneib. 551c; z-er schwefel A. a s. Clara etw. f. alle 1, 79; die purpurschnecke: Göthe II 3, 42 W.; früchte zu öl: Karmarsch-H. techn. wb.3 8, 751; erdschollen zu pulver stoszen: Frisius 1093a; baulichkeiten, geräthschaften in stücke stoszen, zerstören: thaz gotes hus Otfrid IV 19, 31; die verkaufstische II 11, 17; irdene gefäsze oder gläser: als wenn ein tOepfen zuschmettert wrde, das man zustOeszet Jes. 30, 14; glas: Th. v. Schubert verm. schr. 3, 95; Stieler 2180; Frisch 2, 342a; schiffe: da kompt ein ... sturmwind und zustoszt oder zuschmettert die schiff Mathesius Sar. (1571) 22b; H. Sachs 13, 381 K.-G.; β) den körper oder körpertheile: zestosze, herr, die backenzeene der jungen lewen ps. 58, 7; 18, 43; übertr. stürzen, demütigen: Hiob 16, 12; so auch: then tod Otfrid II 11, 50; sodann wieder eig.: also sind (sie) z. gewesen, dasz man kein gantz glied an inen gefunden Binhardus thür. chron. 155; rAederen, mit dem rade z. Schottel haubtspr. 566; b) durch stösze beschädigen, α) gegenstände anstoszen, unbrauchbar machen: viel schiff, welche das pulver zustoszen, geflickt Habermehl hist. beschreib. (1592) D 4a; das zustoszen rhor wird er nicht zubrechen Jes. 42, 3; bergmännisch: dasz die genge taub sein oder zustoszen (zertrümmert) werden Mathesius Sar. (1571) 37b; es (obst) musz auch nicht z. (angestoszen) ... werden allg. haush.-lex. 1, 8a; β) den körper oder gliedmaszen und innere theile verletzen, z. b. das schienbein: H. Sachs 17, 321 G.; von siechem und z-em haupt der pferde J. Walther pferde- u. viehzucht 31; sich den kopf z. Campe 5, 851b; bes. bildl.: der sich an den grenzfestungen den kopf zerstöszt Lessing 13, 123 M.; heilen, was in wendig im leibe zerrissen, zerbrochen und z. ist Noel Chomel 4, 716; ich bin ... hier angekommen, sehr z. und sehr mürbe (von langer fahrt) Boie an Klopstock br. 255 L.; Göthe IV 10, 34 W.; jem. mit stöszen bearbeiten: 33, 310 W.; übertr. vom herzen: A. Stifter s. w. 5, 1, 341; sagte mit z-er (vom schluchzen unterbrochener) stimme G. Frenssen Jörn Uhl 125; 2) intrans. streit, zwist bekommen: sprachen die darumb ... umb einen obman, ob si zerstieszen (1335) bei H. Fischer 6, 1152; s. ebenso zerschlagen II; 3) reflex., a) sich zerschlagen, z. b. wellen: v. Borstel v. d. lieb Astr. u. Celad. (1619) 1, 11; gerinnen: di mülli (milch) had si zersteszn Hügel Wien. dial. 194a; ergebnislos verlaufen: wenn sich die gesprächshandlung zerstöszt kurf. Joh. Friedrich in Melanchthon op. 4, 287 B.; b) von menschen: die leute z. sich darum sie stoszen sich im gedränge danach Campe 5, 852a; in feindschaft, streit gerathen: i hab mi mit n hausherrn zersteszn Hügel 194a; — andere zss.: ab-, an-, auf-, aus-, be-, durch-, nieder-, ver-, zu-. —
3104 Zeichen · 106 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    zerstoszenverb.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    zerstoszen , verb. , zu stoszen ( th. 10, 3, 487), ahd. zistôzan, mhd. zerstôzen, mnd. to-, mnld. testoten; 1) trans., a…

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Komposita & Ableitungen mit zerstoszen

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