Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
zerkeinen verb.
zerkeinen , verb. , eig. beim keimen bersten, aufspringen, danach sich spalten, zerbersten; ags. tócínan; reicht noch eben in die nhd. periode hinein, während keinen, dem ahd., mhd., mnd. kînan, -en entsprechend, nach th. 5, 454 noch in den lebenden mundarten verbreitet ist; mhd. gut bezeugt ( s. mhd. wb. 1, 805 a und bes. Lexer 3, 1069 , auch Schmeller-Fr. 1, 1255 ); belege: Phebus bald kam, in zorn erbrent, den vatter mit seiner hitz durchschein, das im sein gantzer leib zerkein Wickram 7, 176; 230; 381; 8, 148 B.; Reinfried v. Braunschweig 20 952 ( cit. unt. zerschleichen); die zwing hebt d…