Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
zergân
1. persönl. gehe aus einander, nehme ein ende. ich wânde ieman sô hete missetân, suocht er genâde im solte gelingen: daʒ muoʒ leider an mir einen zergân MS. 1,48. a. trûren dêst mir nu gegeben daʒ niemer mêre mir zergie sît ich innen wart wie rehte siʒ begât MS. 1,49. a. den vollen rât der niemer zergât a. Heinr. 774. diu vreise zergienc Iw. 34. sol iuwer ritterschaft zergân das. 109. ir swære was zergangen das. 244. daʒ der snê zergê Parz. 485, 12. dô was des abrillen schîn zergangen das. 96,12. ir lop vil balde alsus zergât das. 3,10. daʒ wæne mîn leben in disen sorgen schier zergê Nib. 2050,4. sîd was mîn vreude zergân (wofür L. ergân) Nib. 1573,3. vgl. 2179,2. des was mîn freude gar zergân frauend. 118,8. der buhurt was zergangen aus einander gegangen, aufgelöset Nib. 555,1. nu daʒ der buhurt dâ zergie Trist. 731. dâ von der turnei gar zergie nicht zu stande kam frauend. 117,11. sînes lîbes sterke muoste gar zergên Nib. 928,2. daʒ liep daʒ niemer kan zergân Gfr. l. 2, 60 (lobges. 6). diu werlt alsô zergât geräth so in verfall Wigal. 1584. Barl. 131,14. alsô daʒ dîner vînde rât nâch dînem willen gar zergât das. 125,6. ie nâch der jugent zergê sîn kraft, sîn lîp werde alt Barl. 33,21. dirre welte liep zergê mit leitlîches endes zil Barl. 35,14. — dô sich diu wirtschaft zergienc Osw. 137.
2. unpersönl.mir zergât eines d. mir geht etwas aus, zu ende (Gr. 4,239). vil schieris allis zegât des der mensche hât glaube 2514. daʒ ime nimer zegât des êwigin rîchis Roth. 4780.