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zergänglich

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zergänglich adj.

Bd. 31, Sp. 685
zergänglich, adj., vergänglich; ein im ahd. und mhd. dem synonymen vergänglich an häufigkeit überlegener ausdruck der biblischen und religiösen sphäre, seit Luther hinter diesem zurücktretend und im 18. jahrh. nur eben noch in wbb. verzeichnet; 1) vergänglich, irdisch, zeitlich, eitel, nichtig, was den keim des vergehens in sich trägt, meist im gegensatz zu ewig: temporalis zur-, zirganlihiu (ahd. glossen) Graff 4, 105; swaz si zergenclicher dinge wünscheten Berthold v. Regensburg 1, 222 Pf.; väterbuch 33565; wan di dink, di da werden gesechen, di sint zegenklich (temporalia; zeitlich Luther); wan di da nit werden gesechen, di sint ewig 2. Kor. 4, 18 cod. tepl. 2, 44; Ebr. 11, 25 ebda 2, 104; Jelinek mhd. wb. 983; zerganklich minne Seuse d. schr. 13 B., oft; achtet diser zeitlichen und zergenglichen güter gar nichts H. Gebwiler lob Marie 30b; Zwingli d. schr. 1, 98; alle guter, ehr, reichtumb, wollust und was zurgenglich ist Luther 9, 134 W.; H. Sachs 19, 372 G.; oft.; Th. Höck blumenf. 41 ndr.; eckel an den z-en gütern B. Schupp schr. (1663) 560; Schede psalm. 190 ndr.; gibst ihm (dem bettler) das z-e, so gibt er (gott) dir das immerwehrende A. a s. Clara Judas 2, 38; geläufig das z-e leben: er (der fromme) sihet das z-e leben nicht an, er sihet ynn das ewige Luther 19, 327 W.; H. Sachs 6, 146 K.; für sterben: also dasz er ... das z. verlassen graf v. Brandis tirol. adl. 110; s. auch mhd. wb. 1, 477a; Lexer 3, 1067; Jelinek 983; Diefenbach-W. 912; schweiz. id. 2, 362; H. Fischer 6, 1132; Ch. Schmidt els. 437a; mortalis ... sterblich, zergengklich, nit wAerhafft Frisius 839b; ein zergengklich lied, das nit lange wAeret 192b; Maaler 514d; Frisch 1, 317b; nach Adelung2 4, 1687 veraltet; Campe 5, 842b; ganz vereinzelt noch: des Hanswursts z-er traum Ph. Hafner ges. lustsp. 1, 72; 2) was vergeht, abstirbt, hinfällig, abgängig ist: die zeychen ..., das es bestAendige quellen seind und keyne zergengliche feuchtigkeyten darinnen Herr feldbau 33a; mentschliche sinne blOed und z-e (sind) Tschudi chron. helv. 1, 276; evanidus zergengklich, hinfellig, unbestendig, unnütz, das kein kraft nit mer hat Frisius 485b; brchlich, baufellig, z. Hulsius (1618) 2, 162a; Kramer teutsch-it. 2, 1444b; Steinbach 1, 555. —
2289 Zeichen · 68 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zergänglich

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Zergänglich , adj. et adv. ein verlatetes Wort, für das bessere vergänglich. So auch die Zergänglichkeit.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zergaenglich

3 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von zergaenglich 3 Analysen

zer- + gaenglich

zergaenglich leitet sich vom Lemma gaenglich ab mit Präfix zer-.

Alternativen: zergaengen+-lich zer-+gaeng+-lich

Zerlegung von zergaenglich 2 Komponenten

zergan+glich

zergaenglich setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

zergaenglich‑ als Erstglied (1 von 1)

zergänglichkeit

DWB

zergaenglich·keit

zergänglichkeit , f. , vergänglichkeit, neugebildet in der sprache der mystik: meist. Eckhart in d. myst. 2, 293 Pf.; wann in disem ist nit …

zergaenglich als Zweitglied (1 von 1)

unzergänglich

DWB

unzer·gaenglich

unzergänglich , adj. adv. , nicht zergänglich. ahd. unzerganglih, unzaganglih, unzaganganlih Graff 1, 699 ; mhd. unzerganclich, -genclich: F…

Ableitungen von zergaenglich (1 von 1)

unzergänglich

DWB

unzergänglich , adj. adv. , nicht zergänglich. ahd. unzerganglih, unzaganglih, unzaganganlih Graff 1, 699 ; mhd. unzerganclich, -genclich: F…