Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Zelter m.
Zelter m.
Zelter m. ‘im Paßgang geübtes Pferd’ (daher besonders für Damen geeignet), ahd. zeltāri (10. Jh.), mhd. zelter, asächs. telderi, mnd. teldener, telder, mnl. teldenaer, telder (daraus wohl anord. tjaldari). Ein geläufiger Ausdruck in der mhd. (auch frühnhd.) Literatur, lexikalisch vielfach bewahrt und im 19. Jh. historisierend wieder aufgenommen. Herkunft ungewiß. Möglicherweise ist anzuknüpfen an die von Plinius gebrauchte Bezeichnung lat. t(h)ieldōnēs (Plur.), die für eine Art spanischer (asturischer) Pferde gilt und hinter der man eine iberoafrikan. Ausgangsform vermutet. Das span. bzw. lat. Wort könnte über gall. *teldo- (vor der hd. Lautverschiebung) ins Germ. gelangt sein. Nach dem in der Art eines Nomen agentis auftretenden Substantiv sind gebildet mhd. zelt m., nhd. Zelt ‘Paßgang’, ahd. zelten (in zeltendaʒ ros, Hs. 13. Jh.), mhd. zelten ‘im Paßgang gehen, reiten’, mnd. telden, mnl. telden, tellen; vgl. noch mhd. ein zeltende bzw. teltent phert, zeltenphert.