Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
wunderdoktor m.
wunderdoktor , m. , als bildung wohl um die mitte des 18. jhs. aufkommend (der schöne wunderdoctor in: dt. schaubühne [1740] 4, 84 Gottsched ). 1) vor allem für den nicht akademisch vorgebildeten arzt, den heilpraktiker und volksheilkünstler, dessen oft geheim gehaltene praktiken sich von den behandlungsmethoden der schulmedizin unterscheiden und dessen kuren für wunderbar ausgegeben oder gehalten werden: ein wunderdoctor, der seine arcana gegen alle übel den bedrängten gläubigen darbot ( straszenszene in Neapel ) Göthe I 31, 62 W.; werd ein wunderdoctor mit streicheln und betasten, so regnet'…