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wucherlich

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wucherlich adj.

Bd. 30, Sp. 1706
wucherlich, adj., frühmhd. vereinzelt 'fruchtbringend' (zu wucher A): sam ein olebovm cherlicher (sicut oliua fructifera, ps. 51, 10) cod. Pal. Vind. 2682, 1, 84 Törnqvist (südbair. 12. jh.). dagegen schon im 11. jh. 'usurarius, feneratorius' (zu wucher B): wovhcerlihcen (nec ... praetereundum esse duximus, quosdam, lucri turpis cupiditate captos,) usurariam (exercere pecuniam et fenore [gl. gisovche] velle ditescere, decr. Leonis III) ahd. gl. 2, 130, 46 St.-S. gebräuchlich erst seit frühnhd. zeit, meist als attribut zu wörtern wie handel, kontrakt, doch auch zu personen (vgl.wucherhaft und wucherisch). usuraria iniquitas wuocherlich vngerechtigkeit voc. predic. (1486) g 6a; Stieler stammb. (1691) 2402; wucherlich auf wucher abzielend und darin gegründet Voigtel wb. (1793) 3, 667a: (es sündigen gegen das 7. gebot) die wokerlike vorwerde (kontrakte) maken qu. bei Schiller-Lübben 5, 759a; item alle personen haltend wuocherlichen contract ... mit verding Riederer spiegel d. waren rhetoric (1493) z 1a; soll keiner unnserer underthonen ... sich in einichen wuocherlichen handel einlassen d. fürstenthumbs Wirtemberg newe landsordn. (1536) k 4b; in wucherlichen sachen, die in der gmein viel unrats machen Hans Sachs 8, 621 lit. ver.; und seindt diese nachfolgende für wucherliche contrakt zu halten: erstlich, so einer von 100 gulden werth hauptgelds ein jahr lang mehr dann 5% zu zinss nimbt pfälz. landrecht v. 1581 bei M. Neumann gesch. d. wuchers (1865) 548; da andre mit wucherlichen handlungen oder handarbeit dem reichthumb nacheilen und darüber in die stricke der versuchung fallen Harsdörffer teutscher secretar. (1656) 2, 610; da ein edler ... gouverneur den seeraub nach aussen, den wucherlichen raub nach innen zu vertilgen bemüht ist Göthe I 41, 2, 353 W.; vornehme, welche den forderungen wucherlicher aufkäufer nicht genügen konnten Raumer gesch. d. Hohenst. (1823) 2, 449; wenn er (ein offizier) ... ein wucherliches geschäft befördert Wilhelm I. militär. schr. (1897) 1, 281; eine wucherliche zinswirthschaft Mommsen m. gesch. 2 (61874) 393; die wucherlichen vermögensvorteile strafgesetzb. § 302 c. bildlich: er hatte ... ihr ... die ohrfeige mit vielen wucherlichen zinsen erstattet Hippel lebensläufe (1778) 3, 1, 133; es scheint zwar sehr natürlich dasz der welcher alles darbietet, auch alles fordert, aber dies doppelte alles ist ja niemals gleich viel, sondern das eine oft unendlich mehr, als das andere, und hinter dem scheinbaren edelmuthe und der hingebung ein wucherliches geschäft versteckt Raumer litterar. nachlasz (1869) 2, 100. —
2621 Zeichen · 72 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wúcherlich

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Wúcherlich , -er, -ste, adj. et adv. in dem Wucher gegründet, auf Wucher abgezielt. Ein wucherlicher Contract.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    wucherlich

    Goethe-Wörterbuch

    wucherlich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wucherlich

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Ableitung von wucherlich 2 Analysen

wuchern + -er + -lich

wucherlich leitet sich vom Lemma wuchern ab mit Suffixen -er und -lich, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: wucher+-lich

Ableitungen von wucherlich (1 von 1)

Unwucherlich

Campe

Unwucherlich , adj . u. adv . nicht wucherlich. Davon die — keit .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „wucherlich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wucherlich/dwb?formid=W27581
MLA
Cotta, Marcel. „wucherlich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wucherlich/dwb?formid=W27581. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „wucherlich". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wucherlich/dwb?formid=W27581.
BibTeX
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