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wollig

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wollig adj.

Bd. 30, Sp. 1371
wollig, adj., aus wolle bestehend, wollartig, lanatus' lanuginosus. 1) vom tierfell gesagt: schafe mit wolligem vliesze Schleiermacher Platon (1804) 6, 131; Bürger s. w. 208 B.; die wolligen ... schafe Fr. Th. Vischer ästhetik (1846) 2, 146; es drängt um den hirten der haide sich ängstlich die wollige schaar Fouqué altsächs. bildersaal (1818) 4, 368. 2) von der haarigen oberflächenbedeckung der pflanzen: Bischoff wb. d. beschr. bot. (1839) 112; 'wolliges blatt ... heiszt dasjenige blatt, welches mit von sich selbst gekrümmten haaren dergestalt bedeckt ist, dasz dieselben wie ein spinnengewebe aussehen' Jacobsson 8, 226b: man hällt auch für gar bewärt ... die woll von wolligen früchten Sebiz feldbau (1579) 76; hier reifte ... der wollige pfirsching maler Müller w. (1811) 1, 51; ackerwolle (eine) grasart mit wolliger blume Jac. Grimm dtsche mythol.4 2, 726; ihr (der distel) wolliges blüthenhaupt Gutzkow ges. w. (1872) 1, 221; Roszmäszler d. wald (1863) 400; im juni öffnen sich die ... kapseln (der bruchweide) und lassen die wolligen samen fliegen v. Schlechtendal5 10, 21; auch genauer bestimmt: wolligbehaart ebda 29, 242; wollig-filzig 12, 189; wolligflaumig 29, 49; wollig-haarig 29, 125; wollig-zottig 24, 64. 3) von den flaumfedern der vögel: Naumann vögel (1822) 1, 157. 4) vom gekrausten menschenhaar: vom wolligen neger bis zum lockigen Europäer und zum struppigen eskimo F. Th. v. Schubert verm. schr. (1823) 3, 46; die ... menschenrace ... der Papuas ... mit wolligen haaren Chamisso w. (1836) 2, 54; er entdeckte ... den dunklen wolligen kopf eines jungen A. Seghers d. toten bleiben jung (1950) 262. 5) von geweben gesagt: tibet (ist ein) zeuch aus ... kammgarn, nur durch wolligere oberfläche vom merino verschieden Krünitz 240, 93; sein hut ... war ... wollig geworden und sah aus wie mit einem pudelfell überzogen G. Freytag ges. w. (1886) 4, 187; je nachdem der appreteur ein gewebe ... appretirt hat, sagt man ..., dasz es ... weiche, harte, seidige, wollige ... appretur ... besitzt Lueger 1, 403; mein flauszrock dient' in sturm und regen so lang er neu und wollig war J. H. Voss s. ged. (1802) 6, 162; im langen ordenskleide, wollig, weisz wie schnee Mörike schr. 1, 187 Göschen. 6) im vergleich und bildlich. das tertium comparationis ist weichheit, gekräuselte oder lockere struktur: zeichen der hinreichenden keimung (ist), wenn sich das malz recht wollig angreift Muspratt chemie (1888) 1, 1308; (das sandelholz) kommt in den handel ... als wolliges pulver ebda 3, 212. vom schnee: ein luckerer, wolliger ... schnee Göchhausen notab. venatoris (1741) 60; H. Seidel vorstadtgesch. 85. von wolken, nebel, rauch: die obern wolken (waren) streifig und wollig, die untern schwer Göthe I 30, 5 W.; Stolberg ges. w. (1820) 7, 299; wollige nebelschwaden P. Dörfler d. notwender 169. von den weichen konturen der steinzeichnung gesagt: A. Stitfer s. w. 20 (Prag 1925) 112. von der weichheit der töne: die sprache (der Wiener) klingt ... wollig und mollig H. Laube ges. schr. (1875) 9, 59. —
3066 Zeichen · 120 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wollig

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Wollig , -er, -ste, adj. et adv. mit Wolle versehen, Wolle habend. Ein wolliges Fell. Manche Arten von Weiden haben woll…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    wollig

    Goethe-Wörterbuch

    wollig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    wollig

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    wollig wie mollig 1 : wi sitten warm un wollig Puls Licht 40.

  4. Spezial
    wollig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    wol|lig adj. 1 (mit Wolle bedeckt) da lana 2 (voller Wolle) plëgn de lana, dër da lana. ▬ wollig e Rückstände lainesc m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wollig

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von wollig

woll + -ig

wollig leitet sich vom Lemma woll ab mit Suffix -ig.

wollig‑ als Erstglied (1 von 1)

wolligkeit

DWB

wollig·keit

wolligkeit , f. , weichheit: wie dann diese ( sächs. leinwandsorten ) den holländischen, auszer was den glantz und wolligkeit betrifft, sehr…