-schmeckend,
adj.,
angenehm mundend, in der älteren sprache auch '
angenehm riechend'. a) schmackhafftig, wolschmeckend
sapidus Bas. Faber
thes. (1587) 715
b; wolschmeckende speysen A. v. Eyb
spiegel d. sitten (1511) f 6
a; wolsmekkende bissen kochen Schottel
haubtspr. (1663) 11: die brodfrucht (
ist) hier gröszer und wohlschmeckender G. Forster
s. schr. (1843) 2, 21; 4, 334; er bereitete mir ... ein höchst wohlschmeckendes gastmahl Göthe I 33, 47
W.; es giebt nichts gesünderes und wohlschmeckenderes O. Ludwig
ges. schr. (1891) 2, 561; das ... bier war heute ganz besonders wohlschmeckend Melch. Meyr
erzähl. aus d. Ries (1868) 1, 243. (
etwas) wolschmeckend machen, würtzen
condire Hulsius (1618) 2, 99
a: sachen, die den trunck wolschmeckend machen Fischart
Garg. 75
ndr.; der hunger machte ihnen die speise wolschmeckend Bucholtz
Herkuliskus (1665) 495. b)
seit dem mhd. (
vgl. Lexer 3, 947)
für '
wohlriechend': woilsmeckend
odoriferus Diefenbach
gloss. 393
c; wolsmechkundes ding
aroma ders. nov. gloss. 34
b; wolschmöckend
bene olens Frisius
dict. (1556) 161
a; wolschmeckend
odorifero, che tende buono odore Hulsius (1618) 2, 268
a: pestreut mit wolschmekenden kreutern und pluomen Arigo
decam. 13, 25
K.; 15, 37; (
wermut) macht ein wolschmekenden mund Tollat v. Vachenberg
margarita medicinae (1516) 2
b; dein kleider sind wolschmeckent da von mirren, aloes, recia Hans Sachs 6, 257
lit. ver., vgl.: wolschmecket ... von mirn, aloes, kecia
ders. 18, 190
lit. ver.; ain gezött vom bisamstinckigen frauenzimmer ... und hatten mancherlai wolriechende plumen, auch vilerlai wolschmeckende wasser Fischart
w. 3, 28
H.; hoffertig ist derjenig, welcher .., parfumirte wolschmeckende klaider ... tregt Äg. Albertinus
zeitkürtzer (1603) 108; seulen von wolschmäckenden holtz Megiser
chorographia Tartariae (1611) 176; in diesem garten hat geblüht und gerochen die wohlschmeckende blume ehrenpreis (1675) Abraham a
s. Clara
w. 1, 48
Strigl. c)
selten in übertragenem sinne für '
angenehm, wohlgefällig': ir gebet ... so rehte wolsmekent und so rehte geneme ist vor gottes ougen Seuse
dtsche schr. 505
B.; der gantze mensche an seele und leib frisch, wolschmeckend und got gefellig bleibe Agricola
750 teutscher sprichw. (1534) 104
b; was der verfasser darüber auf sieben seiten gelehrtes, wohlschmeckendes und zurechtweisendes von Heliogabalus ... sagen möge Herder 3, 407
S. —