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Witzbold

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Witzbold

Witzbold

Witz m. ‘Verstand, Schlauheit, geistreicher Spaß, schlagfertige Formulierung, scherzhafte Äußerung’. Die Neutra ahd. wizzi ‘Wissen, Vernunft, Verstand, Einsicht, Weisheit, Bewußtsein’ (9. Jh.), aengl. wit(t), engl. wit, got. unwiti ‘Unwissenheit’ und (mit anderer Stammbildung) anord. vit, schwed. vett ‘Verstand’ sowie das Femininum ahd. wizzī ‘Verstand, Wissen, Einsicht, Sinn, Weisheit, Tugend, Geist’ (9. Jh.), mhd. witz(e) ‘Wissen, Verstand, Besinnung, Einsicht, Klugheit, Weisheit’ gehören wie auch aind. vidyā́ ‘Wissen, Weisheit, Gelehrsamkeit’ zu der unter wissen (s. d.) genannten Wurzel ie. *u̯eid- ‘erblicken, sehen’. Im 17. Jh. entwickelt sich maskuliner Gebrauch, der sich im 18. Jh. durchsetzt. Unter dem Einfluß von frz. esprit und engl. wit erhält Witz im 17. Jh. die Bedeutung ‘Begabung für geistreiche, überraschend formulierte Einfälle, dichterisches Erfindungsvermögen’ im Hinblick auf die schönen Wissenschaften und freien Künste. Zu Beginn des 19. Jhs. steht Witz bereits für ‘kluger, geistreicher Einfall’ (scherzhaften oder spöttischen Inhalts) und erhält gegen Ende des 19. Jhs. den heutigen Sinn ‘geistreicher Spaß, Scherz, Ulk, humorvolle Anekdote’. Vgl. das ist der Witz ‘das ist der springende Punkt, auf den es ankommt’, Witze reißen ‘kurze, komisch wirkende Geschichten erzählen’ (beide 19. Jh.). – witzeln Vb. ‘geistreich reden wollen’ (16. Jh.), ‘(unangebracht) scherzhaft oder spöttisch daherreden’ (19. Jh.). witzig Adj. ‘voller geistreicher oder lustiger Einfälle’ (18. Jh., in Anlehnung an Witz ‘Esprit’), zuvor ‘vernünftig, verständig’, auch ‘schlau, gerissen’ (16. Jh.), ahd. wizzīg (8. Jh.), mhd. witzec, witzic ‘kundig, verständig, klug, weise’. Witzbold m. ‘frühreifes Kind’, dann ‘Klügling’ und ‘Spaßmacher, Spötter’ (16. Jh.), zusammengesetzt mit dem aus Eigennamen stammenden Kompositionsglied -bold (s. bald).
1855 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    WitzboldDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    ✱ Der Witzbold , — es, Mz. — e , ein Mensch, der viele witzige Einfälle hat, der gern Witz macht. S. Bold . »Du Witzbold…

  2. modern
    Dialekt
    Witzboldm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Witz-bold m. : ' humoriger Mensch ', Witzbold [mancherorts, Lambert Penns 179], -boldeʳ [ NW-Hamb ]; Syn. s. Spaßvogel .

  3. Sprichwörter
    Witzbold

    Wander (Sprichwörter)

    Witzbold 1. Frühe Witzbolde leben nicht lange. – Lehmann, 409, 21. 2. Junge Witzbolden werden Kalbsköpff. – Lehmann, 409…

  4. Spezial
    Witzbold

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Witz|bold m. (-[e]s,-e) matëdl (-i) m. , maturin (-s) m. , matlera (-res) m. , macaco (-chi) m.

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Wortbildung

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Zerlegung von witzbold 2 Komponenten

witz+bold

witzbold setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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Cotta, M. (2026). „witzbold". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/witzbold/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „witzbold". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/witzbold/pfeifer_etym. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „witzbold". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/witzbold/pfeifer_etym.
BibTeX
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