Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
widertrotz m.
widertrotz , m. , aufsässigkeit, trotz. mhd. und frühnhd. bis ins 16. jh. verbreitet bezeugt, meist zu tratz, der mhd. geläufigsten obd. form von trotz ( s. teil 11, 1, 2, sp. 1091), seltener widertrutz; md. ( thür. ) auch widertrotz. mit verstärkendem, die widersetzliche gesinnung hervorhebendem wider: der undertânen widersaz und der obersten widertraz habent lant und liute hie vor verderbet Hugo v. Trimberg renner 992 Ehrismann; die marcgravinne von Missen karte sich an di rede nicht, sundern sie bestalte di sloz mit den, den si is gunde, zu widdertrotze lantgravin Lodewige Ködiz leben d. hl…