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weidner

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

weidner m.

Bd. 28, Sp. 619
weidner, m. zum verb. weidnen, theilweise weiter verbreitet als dieses und damit auch für das verb. ein zeuge einst breiterer geltung. 11) zu weidnen 1). 1@aa) in der ausgangsbed. 'jagen'. 1@a@aα) 'jäger', ahd. uueidinâri Graff 1, 776, mhd. weidenære mhd. wb. 3, 555b; Lexer 3, 740. in alter zeit alem.: Tristan 14 380; Reinfried v. Braunschweig 22 022 Bartsch. im 18. jahrh. aufgenommen von Klopstock: aber wenn er (der auerochs) nun auf den hügel hinauf kömmt, und seinen lauf mitten durch die weidner nimmt? du weiszt, wie rasend die uhre jetzt sind 10, 233 (Hermanns tod 14); entspr. oden 1, 226. 2, 24. 1@a@bβ) 'jagdmesser', noch nicht mhd. (trotz Lexer 3, 740), zufrühst: tolch, waidner Pinicianus voc. rer. (1521) B 3c, während an der entspr. stelle seines prompt. (1516) waidmesser steht. auch östr. weist. 9, 627 ist waidner erst in e. zusatz von 1634 zum orig. von 1507 gefügt. eine hochalem. nebenform weidmer (wie alem.-bair. meszmer neben meszner th. 6, 2138; schweiz. id. 4, 464) begegnet im 16. jahrh.: weidmässer oder weidmer Maaler 487d; Gesner thierb. 81a Herold. die dreisilbige form weidener bucht Crecelius oberhess. 901 aus rügeprotokollen des 16. jahrh., auch Adelung setzt so an. den letzten lit. beleg bietet Hohberg georg. cur. 2 (1682) 571, seitdem nur noch in wb. n, hier seit Adelung und Schmeller als veraltet bez., von Kehrein weidmannspr. neben hirschfänger gar nicht mehr genannt. auch Stieler 2453 kennt weidner gewisz nicht mehr aus lebendigem gebrauch, wenn er herleitung von Wodan für möglich hält. das wort ist stark landschaftlich bestimmt, wie schon Fischart weisz: messer zu Saltzburg ... parmesser zu Cöln, weidner zu Moszbach, klingen zu Passaw prakt. 654 Scheible, es gilt im els.: Golius onom. 178; von da Frisch 2, 432c, schweiz.: Wiederhold 412a; Dentzler 2 (1697) 345b, schwäb.: Franck mor. enc. 32b; aus Ulm Campe 5, 640b, bair./östr.: abdruck aktenm. hexenproc. (Eichstätt 1821) 5; östr. weist. 1, 106; ostfränk.: Sachs fab. 5 nr. 815, 29 neudr., hess.: Kirchhof wendunm. 1, 377 Österley; zs. f. kult.-gesch. 8, 204 (aus Niederwildungen 1612). die bed. geht aus vom gebrauch in der hand des jägers: der weydmann ... soll auch mit eynem weydner an der seiten begürtet sein Sebiz feldb. 564; weidner heist der hirschfänger oder degen, so die jäger zu tragen pflegen Hübner (1717) 1751, doch gelangt der weidner früh auch in die hand des henkers: der nachrichter ... nam ein groszen weidner, so under seim rock verborgen lag, herfir, huw in uf den halsz F. Platter 210 Boos, und des gemeinen mannes: seit ihr ein reicher landgrave, und habt kein messer? ich bin ein armer schäffer und hab ihr wol drey; zeigt ihm darmit seinen plötzer oder weidner Kirchhof wendunm. 2, 289 Österley; weydner, m. une sorte de poignart court et large, que portent les bourgeois allemans Ravellus 407b. er spielt darum eine rolle bei raufhändeln: sich des verbotnen miszbrauch der messer, waidner, dolch und andern gfarlich wöhrn zu enthalten östr. weist. 1, 121, hier auch im demin.: alszbald zoch er sein waidnerlin ausz, welches er dann an der seyten hat Schumann nachtb. 21 Bolte. bezeichnend sind die synonyma, neben denen weidner gern auftritt: ist er mit einem weidner oder kochmesser erstochen worden Xylander Plut. (1560) 19a; sein grosz krumb messer, so sich einem rückner oder weydner gleichet Lussy reiszbuch gen Hierusalem (1590) 57; poniart, weydner, hessen, mortpfriemen Fischart Garg. 179 neudr., der hier H. Junius nomencl. (1567) 301 folgt. 1@bb) zu weidnen in seiner hauptbed. 'pascere' gehört weidner 'viehhirt': pabulator futrer, weidner voc. theut. (Nürnberg 1482); hyrt, weydner Roth dict. (1572) M 2b; als veraltet aber brauchbar bei Campe 5, 640b. 22) zu weidnen 2) 'exenterare' gehört: weidner ... kälber, schafe, schweine, die im ausgeschlachteten (ausgeweideten) zustande zu markt gebracht werden Martiny wb. d. milchwirtsch. (1907) 137 aus Wien.
3963 Zeichen · 115 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Weidner

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Weidner , des -s, plur. ut nom. sing. ein jetzt wohl größten Theils veraltetes Wort, einen Hirschfänger zu bezeichnen, v…

  2. modern
    Dialekt
    Weidner

    Schweizerisches Idiotikon

    Weidner Band 15, Spalte 549 Weidner 15,549

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weidner

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von weidner

weid + -ner

weidner leitet sich vom Lemma weid ab mit Suffix -ner.

weidner‑ als Erstglied (6 von 6)

Weidner, Gotthilf Flamin

DWBQVZ

--- die lieder des berühmten lateinischen poeten Q. Horatius Flaccus. Leipzig 1690 . ---

Weidner, Joh. Leonh

DWBQVZ

--- teutscher nation apophthegmatum ... vierdter ( u. funffter) theil. Amsterdam 1655 . II. ---