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wehne

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wehne f.

Bd. 28, Sp. 147
wehne, f. 'geschwulst', ein nd. wort, zu trennen von hd. wahne 'fehlen des fleisches unter der haut' (ahd. *wana, wanî) oben 13, 648 f., vielmehr mit ags. wenn m. f. 'impetigo, tumour' Bosworth-Toller 1190, Sweet 203, mengl. wen 'verruca' Stratman 677, engl. wen 'auswuchs, warze, überbein, knorren', nl. wen f. 'warze' Kramer (1759) 1, 2034, wfläm. wan m. 'kropf, auswuchs am baum' De Bo 1180, mnd. wene f. 'struma' Schiller-Lübben 5, 670, Lübben-Walther 572 aus wgerm. *wanja- Kluge-Lutz 224. dies zum idg. stamme *ven 'verletzen', zu dem als part. pass. got. wunds, ags. asächs. nhd. wund gehören Fick4 3, 388 f. Feist 324. was wehne von diesen verwandten trennt, dasz es nicht die offene, sondern die geschwollene verletzung der haut bedeutet, vereinigt die verschiedenen gebrauchweisen des wortes unter sich. 11) dabei scheidet sich ein gröszeres ostnd. gebiet von einem kleineren westlichen. in Lübeck setzt die überlieferung ein mit der glosse: struma, wene, est in flacco corpore brevilogus von 1403 bei Schiller-Lübben 5, 670. 'beule, geschwulst' in übertragenem sinne ist wehne im 16. jahrh. in Stralsund: verbinden sich Niclas und Johannes von der Werle, Wislaffen beizustehen, bis das er seine stat Stral-Sund widderkriege. Wislaff gesagt, der sund were eine bose wehne in seinem lande Kantzow chronik von Pommern 184 anm. Gäbel. Wizlaw 3. von Rügen † 1325, sein krieg mit Stralsund endete 1317, in die zeit vorher gehört das wort, wenn es authentisch ist. aus Kantzow oder seiner quelle: folgendes ist gemelter Witzlaff ... mit seinen unterthanen, den strallsundischen, die er pflag eine böse wehne in seinem lande nennen, wegen jhrer privilegien, als wenn sie dieselbe nicht rechtmeszig solten von seinen vorfahren erlanget haben, in uneinigkeit gerathen Micrälius altes Pommerl. (1640) 3, 371. für Mecklenburg bucht Sanders 2 II 1457c: wähne, wehne 'fleischiger oder schwieliger auswuchs, balg-, fettgeschwulst, überbein' und kommt damit den altmärkischen gebrauchsweisen nahe: wn 'eine erhöhung, beule in der haut, überbein' Danneil 243. hier überall ist wehne, im eigentlichen oder übertragenen sinne, eine geschwulst am menschen. darüber hinaus weist im ostgebiet einzig eine volksmedicinische angabe aus Ruppin: hat ein vieh wenen, so nimmt man vor sonnenaufgang einen stein aus der dachtraufe, bestreicht den schaden dreimal kreuzweis und spricht ... zs. des vereins für volksk. 8, 393. 22) im westnd. ist zunächst möglich eine engere bedeutung 'gewächs am auge'. wol für die alte grafschaft Mark gilt: wên 'kleines geschwür am auge' Woeste 320, in jene gegend möchte man die notiz des gloss. latino-saxon. von 1420 setzen: egillopa en wene Diefenbach gloss. 196c, dort mag der vielreisende Obersachse Bartisch das wort gehört haben: wenns denn (die wassergalle am auge) also harte wird, so nennet mans ein wehnen, grützknoten, oder atheroma, die gemeinen leute heiszens auch ein vberbein augendienst (1583) 150a. 33) ins 17. jahrh. reicht die bedeutung 'geschwulst am vieh' zurück: niemant soll auch ein beist schlachten und verkaufen, welches eine wenne hat Krumbholtz gewerbe der stadt Münster 200; ein scheues pferd ... so ein fusz verbellet, schwamm, wehnen, welches eine grüne ferse hat J. F. Behamb roszteuscherrecht (1715) 55b. woher der östreichische jurist diese bedeutung kennen mag, zeigt ihr heutiges gebiet: wiene 'warze bei pferden oder im holz' Jellinghaus nd. corresp.-bl. 19, 51 aus Heepen bei Bielefeld; wiəne 'auswuchs, geschwulst an pferden und rindvieh' Woeste 323; wine 'auswuchs an der bauchhaut des rindviehs' Bauer-Collitz Waldeck 114; vom vieh wol auch viənə 'harte fleischgeschwulst' Holthausen Soester ma. § 60, dort auch die erklärung des westf.aus umlauts-e in isolirten wortformen.
3805 Zeichen · 71 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wehnef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    wehne , f. ' geschwulst ', ein nd. wort, zu trennen von hd. wahne ' fehlen des fleisches unter der haut ' ( ahd. * wana,…

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wehne‑ als Erstglied (3 von 3)

wehneln

DWB

weh·n·eln

wehneln , v. im älteren schwäb. ' wiehern ' ( s. dies ), aus mhd. winhelen mit schwäb. e statt i vor nasal: vnd in dem er fleissiglich fürzo…

Wehner, Paul Matthias

DWBQVZ

--- practicarum juris observationum selectarum liber singularis. Frankfurt/M. 1608. ---

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Cotta, M. (2026). „wehne". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wehne/dwb?formid=W11879
MLA
Cotta, Marcel. „wehne". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wehne/dwb?formid=W11879. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „wehne". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wehne/dwb?formid=W11879.
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