Eintrag · Rheinisches Wb.
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Watz II das Wort, zu dem Wutz »Schwein« zu vgl. ist, ist Rhfrk, Mosfrk, beschränkt in eigentl. Bed. 1, meist in übertr. Bed.; wats, Pl. -ę- [Pl. watsən Altk-Bachenbg; Sg. --, Pl. -E- Trier-Fell] m.: 1.a. Eber, bes. der Zuchteber, doch veraltend, mehr Ber, Bär, Schapp; welle W. Wildschwein; de Sau war beim W. Hunsr, uNahe, Birkf, Ottw u. weiterhin Saar, Trier-Mettnich OFell OEmmel Stdt Thörnich, Wittl-Bettenf Binsf, Bernk, Zell, Koch, Kobl, Goar, May, Neuw-Datzeroth HeimbWeis, Altk-Wildenbg, Siegld [f. Mutterschwein Daun-Strohn]; Wellwatzber Birnensorte Goar-OGondershsn. RA.: Grombere (Kartoffeln) wei Wätz so dick Merz-Saarhölzb. Wat hammer en Lewen, en L. wie en W.! es geht uns gut Merz-Bardenb. De kuckt dren, be en W. en't Donnerwedder Koch-Weiler, — micht e Gesicht wie Tusche W. Kobl-Neuend. Kind: Gohn eich mat? B.: Jo, de W. waschen! Saarbg-Cahren. Deich hot de W. gebiss! zu einem, der unsinniges Zeug redet Hunsr. Viel Geschrei un wennig Woll, sat der Deiwel, do horre en W. geschor ebd. Der Jähzornige, Tobsüchtige, andere anbrüllend, singt de Arie vum wilde W. Simm-Laub. — b. Stier; wat os dat en bise W.! Daun-Tettschd. — 2. übertr. a. pers. verächtl. α. jähzorniger, aufgeregter Mensch, auch welle W. Trier-Möhn, Wittl-Gr-Littgen, Bitb-Badem Geichl; welle W. dicker, derber, stürmischer, ungebärdiger Mensch Trier-Euren-Stdt. — β. eigensinniger Mensch, Trotzkopf Wittl-Dreis Kinh Meerf Reil, Koch, Kobl, May-Kruft OMendig, Neuw-Dattenbg, Waldbr-Bettenhg Rosb. — γ. dicker W. dicker, unbeholfener Faulenzer Hunsr, Nahe, Saar, Neuw, Altk. — δ. e Bauerew. Bauerntölpel Aden. — ε. grober, ungeschlachter, auch schmutziger Mann, auch Dreckw. Hunsr. — ζ. en fräde W. kerngesunder Kerl Neuw-Lorschd. — η. ungezogener Bengel Neuw-HeimbWeis; en klen W. (f.) kosend, ein kl. Kind Bitb-Ehlenz; kl. Junge Ottw-Landsw; oft weinendes Kind, ale W., Heulw. Wittl, Koch, Kobl, May-Wassenach. Heulw., Kaffisatz! Kobl. — θ. Wätz Neckn. derer von Aden-Jammelshf. — b. sachl. α. das Holzstück im Sausp., das in den Watzenstall getrieben wird Merz-Mettlach. — β. dicker Stein, Wacke, Steinblock, in der Bergmspr. Siegld, Altk; runder Basaltklumpen Siegld-Lützeln; schwerer Erdklumpen, Felsstück, schwerer Trumm Holz Neuw-Datzeroth [der Watzen grosses Stück, grosser Fetzen Daun-Strohn]. — γ. scherzh. Schwarzbrotstullen, in der Bergmspr.; er krigt den W. gestükt unter den Haldenjungen ein beliebter Scherz, einem anderen seinen Watz durch einen Pfahl abzustützen, um ihn so wegen seines grossen Appetits zu verspotten ebd. — δ. Baumstumpf Ahrw-Sinzig. — ε. dickes Obst, dicke Kartoffel Saarbr. — ζ. Wetzstein Saarl-Felsbg. — η. dicker Klicker Saarbr-Burb Malstatt, Trier-Karths; vernickelte Eisenkugel Saarbr-Dudw. — θ. verächtl. Kopf; anen vir de W. schlinn Kobl, May, Altk-NFischb, Saarl-Wallerfang, Lennep-Hückeswg. — ι. harte Ackerkruste; dat Feld hät äne W. Koch-Ernst; dat as en W. Ediger. — κ. klebriger Schmutz an Kleidern u. Körperteilen Trier-Geisf. — λ. unausgebackener Teigstreifen im Brot Westerw, abseits MGladb. — μ. Kartoffelreibekuchen von besonderer Dicke, meist im Backofen gebacken Neuw-Rodenb, Altk-Breitschd Wissen, Waldbr-Hurst Lindenpütz Rosb Stdt. Dicker Eierkuchen Waldbr-Obernau; nicht aufgegangener Hefekuchen Neuw-Dierd, Altk-Herdrf; nicht richtig aufgegangener Reibekuchen Siegld-Neunk; kl. Brot aus Teigresten Daun-Katzwinkel. — ν. ein wahres Durcheinander, unordentl. Arbeit Simm-Argenth Ravengiersbg.
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DialektWatz II
Rheinisches Wb.
Watz II das Wort, zu dem Wutz »Schwein« zu vgl. ist, ist Rhfrk, Mosfrk, beschränkt in eigentl. Bed. 1, meist in übertr. …
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Cotta, M. (2026). „watzii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/watzii/rhwb?formid=W01700
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Cotta, Marcel. „watzii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/watzii/rhwb?formid=W01700. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „watzii". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/watzii/rhwb?formid=W01700.
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