Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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warch, n. eiter, ein besonders im bairischen auftretendes wort. belegt sind die formen ahd. warah, warahc, dat. warahga, mhd. warc, warch (: starich), warech fundgr. 1, 396 (Breslauer hs. des 14. jahrh.), aus Münchener hss. bei Schmeller werch, berig, wärch (auch masc.), gen. wärges, dat. warge; jetzt bair. (teufels-)weri. W. Grimm stellt in der zeitschr. f. d. altert. 12, 204 warch zu warg in der bedeutung 'wolf', weiter dann 'krebsartiges geschwür', lat. lupus, die aber aus dem deutschen gar nicht nachzuweisen ist. von Falk-Torp 2, 455 wird germ. *warha- (daneben mit grammatischem wechsel *warga-) zu ags. wearh, weargbræde 'geschwür', isl. norw. dän. (dial.) var 'augenschleim', dän. vor, älter vaar, schw. var 'eiter' gestellt, dies weiter zu anord. vari 'flüssigkeit', ags. wær 'meer', aind. vâri 'flusz'; bei Fick4 3, 396 (wo die zugehörigkeit von an. vari bezweifelt wird) wird zusammenhang mit sweran 'schwären' vermutet. die e-formen erklären sich vielleicht aus anlehnung an werch in der bedeutung 'stoff', vgl. materie für 'eiter' (auch die norw. form verk 'eiter' scheint unter einflusz von verk 'werk, mühsal, schmerz' entstanden). bedeutung. in den glossen für sanies, tabum 'wundjauche, eiter': qui testa saniem deradebat, der dhahun warah scar Steinmeyer-Sievers gl. 1, 509, 40 (Hiob 2, 8); sanies, warahc 2, 531, 4 (Prudentius psychom. 100); tabo, warahga 2, 424, 35 (hymn. ad exequ. 97); im durchbrast diu gelwe hût; warc unt eiter dar ûʒ ran. Servatius 3221; Hêrôdes begunde siechen, daʒ ûf der petteziechen swebte pluot unde wark. Wernher marienleben 4367 Feifalik; diu (ougen) runnen unde swâren von warch. H. v. d. Türlin krone 19639; da rinnet der wärch auʒ; wärges vol, daʒ grün ist; von dem warge, daʒ da ist in ir wunden; geswer und aisse und berig in dem munde Schmeller 2, 999 aus Münchener hss.; auch noch in der neueren mundart: ä wilds toifelsweri, ä grieni materi. wie eiter in der bedeutung 'gift': die gift und daʒ warc, daʒ er in slangen liste barc hinden an dem zagel. H. v. d. Türlin krone 80; daʒ mordleich warch, ich main die gift starich. Ottokar reimchronik 590a Pez (marc 68334 Seemüller).
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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- 1050–1350
-
15.–20. Jh.
Neuhochdeutschwarchn.
Grimm (DWB, 1854–1961)
warch , n. eiter, ein besonders im bairischen auftretendes wort. belegt sind die formen ahd. warah, warahc, dat. warahga…
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