Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
wacklig
wacklig
wackeln Vb. ‘sich anhaltend hin und her bewegen, sich nicht ruhig verhalten’, spätmhd. wackeln ‘hin und her schwanken, wanken’ (14. Jh.) mit ck aus gg, vgl. mnd. mnl. nl. waggelen, engl. to waggle, schwed. (mundartlich) vagla, steht als Iterativum zu gleichbed. frühnhd. wacken (15. Jh.), auch waggen (vgl. schwed. vagga ‘wiegen, schaukeln’). Dies ist eine Intensivbildung mit expressiver Konsonantendoppelung zu ahd. wagōn (10. Jh.), mhd. wagen ‘bewegen, schütteln, wiegen’, intransitiv ‘bewegt, erschüttert werden, sich bewegen, schwanken’, frühnhd. wagen (bis ins 16. Jh.), aengl. wagian ‘bewegen, bewegt werden, schwanken’, anord. vaga ‘hin und her bewegen, schaukeln’; vgl. das verwandte, unter Woge (s. d.) angeführte Substantiv ahd. waga (um 1000), mhd. wage ‘Bewegung’. Alle Formen gehören zu der unter bewegen (s. d.) verzeichneten Wurzel ie. *u̯eg̑h- ‘bewegen, ziehen, fahren’. – wacklig Adj. ‘schwankend, wackelnd’ (17. Jh.), zuvor wacklet, wagklich (16. Jh.).