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wackerlich

mhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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6
Verweise raus
4

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wackerlich adj.

Bd. 27, Sp. 236
wackerlich, adj. , ableitung von wacker in den bedeutungen dieses wortes, am häufigsten als adverb gebraucht, seit dem 17. jh. veraltet. es kommt auch die umgelautete form wäckerlich vor und (wie wacker früher wacher neben sich hat) wacherlich, wächerlich. ndl. wakkerlijk. 11) wach, wachsam: das die natur werde damit (mit dem gebet) gewackert und wächerlich und der gaist ausgezogen. Tauler sermones (1508) 128a; die slummenden inkere (nützen dem geistigen leben oft mehr), wanne vil weckerliche sinneliche übunge. Tauler bei Schmidt elsäss. wb. 414. als adv.: vigilanter, wackerlich, weckerlich Diefenbach gl. 619a; wecherlich voc. praed. g 1a. 22) munter, rührig, eifrig, rüstig: impiger, erectus, alacer, vividus. Stieler 2399; dâmit eʒ (der zwerg) zehant von im über velt rant mit wackerlichen siten. Ottokar österr. reimchr. 62904 Seemüller; ir hânt wackerlîchen muot zuo allen guoten dingen gar. Pfeiffer altd. übungsb. 150, 812; das er dester wackerlicher und muotiger funden werde, zuo lauffen den wege der gebot gottes. Keisersberg pred. 34d. als adv.: agiliter, velociter. gemma b 2a; impigre, strenue, alacriter. Stieler 2399; Parzivâl der huop sich dan, er begunde wackerlîchen draben den rehten pfat unz an den graben. W. v. Eschenbach Parz. 226, 10; Herwîc was ein recke.wie wackerlîche er streit! Kudrun 1413, 1; dâ sich der vil wolgemuote vil wackerlîchen werte. K. v. Würzburg turnei 833 Bartsch; daʒ hundel quam geloufen sâ ... eʒ walget in den bluomen sich, sîn houbt eʒ schutte weckerlich, sîn ôren claften im dar an. H. v. Freiberg Tristan 4570; er schalkhafter vogelhunt, der sich sô weckerlichen rüeret und sînen herren umbe füeret. K. v. Haslau jüngling 925, zeitschr. f. d. alt. 8, 577; dô sprach diu heideninne 'sît ir ein biderman, sô grîfent weckerlîch dar zuo, dâ man iu der minne gan. Wolfdietrich D 102, 2. 33) trefflich, gut. als adv.: drumb bind er ihn (dem rosz) den schwantz vor auf mit einem stroh, das flicht er drein, das steht ihm wackerlich und fein. mägde-tröster 172.
2045 Zeichen · 57 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wackerlichadj.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    wacker-lich adj. munter, frisch. ir hânt wackerlîchen muot Pf. üb. 150,812 ;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wackerlichadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    wackerlich , adj. , ableitung von wacker in den bedeutungen dieses wortes, am häufigsten als adverb gebraucht, seit dem …

  3. modern
    Dialekt
    wackerlich

    Schweizerisches Idiotikon

    wackerlich Band 15, Spalte 1109 wackerlich -ä- 15,1109

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wackerlich

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von wackerlich 2 Analysen

wacker + -lich

wackerlich leitet sich vom Lemma wacker ab mit Suffix -lich.

Alternativen: wack+-er+-lich

wackerlich‑ als Erstglied (1 von 1)

wackerlichkeit

DWB

wackerlich·keit

wackerlichkeit , f. , abstractbildung zu wackerlich, nur der ersten bedeutung des adj. entsprechend zu belegen: vigilia, vigilantia, wecherl…

Ableitungen von wackerlich (1 von 1)

wackerlîche

Lexer

wacker-lîche , wecker-lîche , -en adv. BMZ vigilanter Dfg. 619 a ; agiliter ib. 18 a . Parz. Trist. H. wie wackerlîche er streit! Gudr. 1413…