Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
vrevellîche adv.
1. kühn, unerschrocken. wær ir von sîme râte leide niht getân, sô möht er vrevelîche dicke sîn zuo ir gegân Nib. 1054,4. frävellîch rîten Wigal. 6619. der sich werte vrevenlîchen dô troj. 30. c. vrevenlîche das. 32. a.
2. vermessen, verwegen, übermüthig, frech. die sô frevellîchen schallent Walth. 65,17. ze hove ein redespæher man bat komn ze vrävellîche den gast ellens rîche zem wirte, als ob im wære zorn Parz. 229,5. ein vrouwe sol niht vrevelîch schimpfen zu frei scherzen, daʒ stât vröuwelîch W. gast 397. wirt dem ze hove erboten solhiu smæhe, daʒ man in frevenlîchen enget MS. 2,134. b. vrevelîchen predigen myst. 19,27. gotis vorchte warf er in argir tucke vore velîch ze rucke Jerosch. 138. b. vrevelîch das. 17. a. — — mit rücksichtsloser verletzung des rechts oder der gesetze. verstât eʒ jener vrevellîche, er büeʒet driu pfunt dem bischof Basel. r. s. 18.