Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
vorgunst f.
vorgunst , f. , bevorzugende gunst, gunst, die jemandem oder einer sache vor anderen zu theil wird. Campe verzeichnet das wort als neubildung ' von zweifelhaftem, noch nicht ausgemachtem werthe ' mit der konstruierten bedeutung ' der untersuchung, dem urtheil voreilende gunst ': die obrigkeit wird ihn ( den glauben an die obrigkeit ) bestätigen, indem sie, ohne v., alle vernünftigen bestrebungen des volkes als eine gesammtheit auffaszt Herbart (1850) 9, 223 ; was spräch hiezu das volk, wie würde wohl der neid bei solcher vorgunst sich geberden M. v. Collin dram. dicht. (1813) 1, 219 ; er ist w…