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Volkspartei

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Volkspartei

Bd. 20, Sp. 237
Volkspartei, Name der demokratischen, altliberalen Partei in Süddeutschland, deren Anfänge bis 1848 zurückreichen. Eine festere Gestalt nahm sie durch das Programm von 1868 an, das eine Deutsche V. schuf. Ihre Anhänger hat sie besonders in Württemberg, Baden und Bayern; daher heißt sie im Reichstage vorzugsweise Süddeutsche V. (zum Unterschied von der 1893 bei der Spaltung der deutschen Freisinnigen Partei entstandenen, meist aus Norddeutschen bestehenden Freisinnigen V., mit der sie jedoch in enger Verbindung steht). Ihre Hauptorgane in der Presse sind die »Frankfurter Zeitung« und der »Stuttgarter Beobachter«. Sie zählte 1893 im deutschen Reichstag 11 Mitglieder, gewann im württembergischen Landtag 1895 die Zahl von 31 Mitgliedern und ist auch im badischen Landtage vertreten. In dem neuen Programm von 1895 nennt sich die deutsche V. eine Partei des politischen Fortschritts, der nationalen Gemeinschaft und der bundesstaatlichen Selbstverwaltung, der sozialen und wirtschaftlichen Reformen und endlich eine Partei des Friedens und formuliert hiernach ihre Forderungen, von denen nur der Anspruch auf Mitwirkung des Reichstags bei der Entscheidung über Krieg und Frieden besonders hervorgehoben sei. Im Reichstag von 1898 hatte sie 8, in dem von 1903: 6 und in dem von 1907: 7 Sitze. Vgl. Reichstag und Karte »Reichstagswahlen«. – Die in Österreich bestehende deutsche V. bildete sich 1896 aus der deutschen Nationalpartei und zählte nach den Wahlen von 1897 im Abgeordnetenhaus 46, nach denen von 1901: 49 Vertreter. Den größten Anhang fand sie in Steiermark, Kärnten und Böhmen. In Wien verlor sie durch die Agitation der Christlich-Sozialen viel an Boden, so daß sie im Herbst 1905 sich daselbst von neuem konstituierte und im »Wiener Deutschen Volksblatt« ein neues Organ gründete. Die Hauptpunkte ihres Programms tauten: Die deutsche V. ist streng national, freiheitlich und demokratisch. Sie tritt für Erhaltung und Befestigung des Bündnisses mit dem Deutschen Reiche ein, für den Schutz des Deutschtums in Österreich durch die Gesetzgebung und Verwaltung, aber auch durch nationale Selbsthilfe, für Beseitigung des slawischen Übergewichts, besonders durch die Durchführung einer Sonderstellung Galiziens, für Befreiung von dem auf vielen Gebieten des öffentlichen Lebens vorherrschenden Einflusse des Judentums. Nach den Wahlen von 1907 sank die Partei auf 25 Mann herab, doch vereinigten sie sich alsbald mit den 19 deutschen Agrariern zum deutschnationalen Verband. – Über die nordamerikanische V. (People's Party) s. National Farmers' Alliance.
2572 Zeichen · 24 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    volksparteif.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    -partei , f. , in verschiedenem sinne je nach dem begriff volk. demokratische partei: bezwang die volkspartei unter Mari…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Volkspartei

    Goethe-Wörterbuch

    Volkspartei [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Volkspartei

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Volkspartei , Name der demokratischen, altliberalen Partei in Süddeutschland, deren Anfänge bis 1848 zurückreichen. Eine…

  4. Spezial
    Volkspartei

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Volks|par|tei f. (-,-en) partí popolar m.

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Zerlegung von volkspartei 2 Komponenten

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