Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
vertüeme
1. verurtheile, verdamme. des argen ôre müeʒe sîn verwâʒen und verdüemet MS. 2,206. b. die sich wellent rüemen, die wil ich vertüemen fragm. 31. a. der vumfte pâbist Clement vortûmte in conciliô den ordin der templêre Jerosch. 173. a. daʒ ich solde sîn vorlorn und vertûmit immir mê das. 56. b. êwiclîchen vertûmet sîn myst. 11,10. vgl. Pass. K. 387,71. 444,2. Leys. pred. 29, 8. 34,35. 38,33. vaterunser 2212 nach G. daʒ ir iht selbe wert vertuomen (: beruomen) Teichn. 130. — in der helle dâ sint di vortûmeten myst. 234,24. bœsiu gar vertüemtiu vruht Frl. 93,1. den vertûmeten brief den ich dem tûvele hie bevor schreib Pass. K. 133,37. den vertûmeten palas, so wird Pass. K. 670,21 ein heidnischer tempel, und Pass. 101,3 die hölle genannt. daʒ wol vertûmete vaʒ Pass. 176,89. — die man durch nôt vertûmet hete in den tôt das. 69,60.
2. thue schmach an, beschimpfe. er ist von wîben gar vertüemet MS. 2, 57. b.