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verstählen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

verstählen verb.

Bd. 25, Sp. 1519
verstählen, verb. , weiches eisen auf der oberfläche in stahl verwandeln Meyer konvers. lex. 620, 109. 11) es ist zuerst auf ndd. boden ohne umlaut bezeugt: mnd. vorstalen, verstahlen Lübben-Walther hdwb. 524b; brem. verstalen, verstählen wb. 6, 334; mnld. verstaelt, met staal beslagen; gescherpt, scherp; verstalen, van staal voorzien, met staal bekleeden Verdam hdwb. 637b; staelen, verstaelen het yser, indurare ferrum chalybe Kilian (1599) 519b, 604b; verstaalen, verstählen, stählen; een wel verstaalt byl, mes, ein wol verstähltes beihl, messer Kramer nider-hochteutsch. dict 455b; noch nld. verstalen, verstaald. ostfries. ferstâlen, verstählen, mit stahl überziehen oder belegen; de bilhamer mut nêis ferstâld worden ten Doornkaat Koolman 1, 467a; mit umlaut helgoländ. fərsteal, verstählen Siebs 218b. n. forstaale ist dem mnd. entlehnt. auf hd. boden erscheint verstählen fast stets in umgelauteter form: mhd. verstehelen Lexer hdwb. 3, 249; durchstälen et verstälen Stieler 2117, in übertragener bedeutung (s. 2); stählen, verstählen, accialare, temprare, durare d' acciaio; gestählt, verstählt, accialato Kramer it. dict. 2, 903c; stählen, ein eisenes werkzeug, instrumento ferreo aciem chalybeam accudere; verstählen id. Frisch 2, 315c; vorne mit stahl versehen, wofür oft auch nur stählen üblich ist; eine axt, ein messer, eine klinge verstählen Adelung; an demjenigen theile, welcher besonders gebraucht wird, mit stahl versehen, überziehen Campe; verstählen eines eisens, der axt, des amboszes Jacobsson technol. wb. 4, 532a; verstählen heiszt die schneidenden eisernen werkzeuge durch angeschweiszten (vorgelegten) stahl, den man nachher härtet, zu einem gröszeren widerstande geschickt machen Hoyer wb. d. artillerie suppl. 465; auch stahl mit stahl, und eisen mit stahl wird eben so oft durch schweiszen vereinigt Prechtl techn. encyklop. 13, 64; (die axt) musz gut verstählt und geschliffen seyn Hoyer 29. der scherenschleifer sagt: ich schleiffe nicht allein, ich kann auch wohl verstählen Besser 2, 761. ohne umlaut: die messer sind in der regel verstahlt Thaer rat. landwirtschaft 3, 17. 22) die übertragene verwendung 'stählen, stärken, festigen', beim einfachen verb. (th. 10, 2, 566) uns ganz geläufig, tritt bei verstählen nur vereinzelt auf: mhd. daʒ er si solde meheln und die konschaft versteheln mit worten solher kraft Ottokar reimchronik 75 508; durchstälen et verstälen, metaph. indurare, obdurare, confirmare Stieler 2117; uneigentlich verhärten, sein herz verstählen Campe; mnld. verstalen, versterken, het gemoed tegen verleidigen wapenen Verdam hdwb. 637b; ndl. hy is gansch verstaalt, heeft een verstaalt hert, hat ein verstahltes, hartes, ein eisen- oder stahl-hartes herz Kramer nider - hochteutsch. dict. 455b; verstalen, fig. verhärten, unempfindlich machen; dazu die abstractbildung verstaaldheid, härte, hartherzigkeit Sicherer-Akveld 1190a; und Stoa mag auch noch so sehr ihr volck beschreyn, als könte dessen muth in allen feste seyn und wider jedem pfeil den harten sinn verstählen Günther ged. 821; ihr männer, deren hertz ein starckes feuer führt, wenn Cypripor die glut durch seinen zunder mehret, wenn sein erhitzter pfeil die kalte brust anrührt, und den verstählten sinn in leichte asche kehret ged. v. Hoffmannswaldau u. and. 3, 106 Neukirch; o lasse dein herz meines nicht verstählen! zu hart ja würd' es, seufzer drein zu graben! des flehns der liebe hätt' ich nimmer acht, wenn stählern dein herz meines hart gemacht Freiligrath 6, 203. 33) in stahl gekleidet, gepanzert: wie gottes donner und hagelwetter braust' er mit seinem heer, neu und blank verstählt, aus dem hinterhalt uns entgegen Bürger 1, 288 anm. (Macbeth 1, 2). — verstähler, m.: aus-, be- et verstäler (mas chalybe firmans, muniens, instruens, ferrum indurans) Stieler 2117.
3858 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verstählen

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Verstählen , verb. reg. act. vorne mit Stahl versehen, wofür oft auch nur stählen üblich ist. Eine Axt, ein Messer, eine…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verstählen

    Goethe-Wörterbuch

    verstählen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Verstählen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Verstählen , weiches Eisen auf der Oberfläche in Stahl verwandeln, geschieht durch die sogen. Einsatzhärtung (vgl. Einse…

  4. modern
    Dialekt
    verstählen

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    verstählen a. Spr. vörstelen stehlen: 'vorstelen unde nemen' Red. Ost. 33. Abl. unverstahlen.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verstaehlen

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Ableitung von verstaehlen

ver- + staehlen

verstaehlen leitet sich vom Lemma staehlen ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verstaehlen 2 Komponenten

ver+staehlen

verstaehlen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — verstaehlen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verstaehlen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verstaehlen/dwb?formid=V04561
MLA
Cotta, Marcel. „verstaehlen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verstaehlen/dwb?formid=V04561. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „verstaehlen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verstaehlen/dwb?formid=V04561.
BibTeX
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