Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verstädten verb.
verstädten , verstädteln , verstädtern , verb. , junge denominativbildungen zu stadt, städtel, städter, noch nicht lexicalisch gebucht. sich verstädten, zur stadt werden: das dorf, der flecken verstädtet sich Rosegger II 11, 117. verstädteln, verstädtern werden intrans. gebraucht, ' in städtischer art sich verfeinern ', mit spöttischem oder tadelndem nebensinn: viele rheinische dörfer begannen mitten in der feudalen zeit schon zu verstädteln Riehl deutsche arbeit 77 ; in Rheinhessen ... eine fast durchgängig aus den schranken des alten bauernthums herausgerissene, verfeinerte und verstädtelte …