Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
verphlihte swv.
1. passivisch oder reflexiv: mit etwas gemeinsamkeit haben. ich wânde, daʒ ir vil baʒ wæret gerihtet nâch got und niht verpflihtet ze werltlîchen dingen zeitschr. 2,53. swer sich ze guote alsô verpflihtet, daʒ Walth. 20,27. mit vil Sarazênen hette sich ir hervart gar verpflichtet Tit. 1,114.
2. reflexiv: versichern, versprechen, sich zu etwas verpflichten. daʒ gêt Tristande an sînen lîp, des hât er sich verpflihtet Heinr. Trist. 4241. daʒ si sich willeclîch vorpflichten, wer dâ vorlore, den solde man hengen Ludw. 9,25. er wart in den gedankin an dem gelubde wankin, des er hatte sich vorpflicht Jerosch. Pf. 153. d. die heten sich alsô vorpflicht daʒ si sich wolden scheiden nicht Pass. K. 614,49. — passiv. wand darûf bin ich verpflicht Pass. K. 55,92.
3. activ. sîne wârheit zu pfande verpflichten Pass. K. (s. das glossar s. 796. b). hieher auch wohl: der Scharle hât driu spil verpflicht MS. 2,93. b.