Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
vernamen verb.
vernamen , verb. mit namen versehen, zu namen th. 6, 337; im mhd. auch vorkömmlich, jedoch in anderer bedeutung ( durch miszbräuchliches nennen heruntersetzen ): uns ist niwan der name beliben, und haben ouch den alsô zetriben, alsô verworfet und vernamet, daʒ sich diu müede ir namen schamet und ir daʒ wort unmæret. Tristan 12287 . in dieser bedeutung ist das wort später nicht mehr nachweisbar, jedoch in der jedenfalls ursprünglichen bedeutung ' mit namen aufführen, nennen ': wurdt solches gutt doch unter den dorinnen angezaigten und vernembten, vorbehalden guettern nicht mit begriffen. Weim. …