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verkeilen

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verkeilen

verkeilen

Keil m. ‘Werkzeug mit spitzwinkliger, scharfer Kante’, ahd. (9. Jh.), mhd. mnd. kīl, wohl verwandt mit anord. kīll, isl. kíll ‘enge Meeresbucht’ (eigentlich ‘schmaler Spalt’), ablautend mnl. kille, nl. kil ‘Rinne zwischen Sandbänken’ gehören zur Wurzel ie. *g̑ēi-, *g̑ī- ‘keimen, sich spalten, aufblühen’ (s. Keim). Es handelt sich wie bei der Variante mhd. kīdel ‘Keil’ um Bildungen mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen ie. -tlo- (germ. *kiðla- bzw. *kiþla-), wobei sich die Bedeutung ‘spitz zulaufendes Spaltwerkzeug’ entweder aus der Vorstellung eines spitzen Pflanzenkeimes oder der aufbrechenden Knospe entwickelt. – Keilschrift f. Bezeichnung für die aus einer Bilderschrift entstandene, mit keilförmigen Schriftzeichen geschriebene Schrift der Sumerer, Babylonier und Assyrer (19. Jh.). keilen Vb. ‘Keile eintreiben, mit Keilen spalten, festmachen, (ein)schlagen’, mhd. kīlen, auch ‘in die Klemme bringen’, nhd. ‘schlagen’ (um 1600); (sich) keilen ‘(sich) prügeln’ (17. Jh.), verbreitet in der Gauner- und Studentensprache. Keile Plur., heute auch Sing. f., ‘Schläge, Prügel’ (18. Jh.). Keilerei f. ‘Prügelei’ (19. Jh.). verkeilen Vb. ‘mit Keilen festmachen’ (15. Jh.), ‘verprügeln’ (19. Jh.). Keiler m. ‘Wildeber’ (17. Jh.), zu keilen ‘hauen, schlagen’, nach der mit den Hauzähnen ausgeübten Tätigkeit.
1312 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verkeilen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Verkeilen , verb. regul. act. mit Keilen befestigen, verbinden. So auch die Verkeilung.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verkeilen

    Goethe-Wörterbuch

    verkeilen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    verkeilen

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    verkeile n 1. mit Keilen befestigen. 2. prügeln. 3. verderben. 4. zum Verlieren bringen im Spiel Bf. Str. 5. schelten, a…

  4. Spezial
    verkeilen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ver|kei|len I vb.tr. incogné (incognëia), incastré (-rëia) II vb.refl. sich verkeilen se incogné, se incastré.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verkeilen

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verkeilen

ver- + keilen

verkeilen leitet sich vom Lemma keilen ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verkeilen 2 Komponenten

verk+eilen

verkeilen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — verkeilen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verkeilen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verkeilen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „verkeilen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verkeilen/pfeifer_etym. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „verkeilen". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verkeilen/pfeifer_etym.
BibTeX
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