Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
verdringe stv.
1. ich dränge weg, schaffe weg. des sie mich hât mit ir güete verdrungen daʒ ich von ir niht gescheiden enkan. frouwe, ruoche verdringen mîn sende quâle mir MS. 2, 90. b. meie ist also wunneclich daʒ er swæren muot verdringet MS. 1,203. a. rîfe hât diu vogellîn verdrungen MS. 1, 23. a. verdrungen hât fröude von mir ir lîp MS. 1,44. b. die fröude wil der winter kalt verdringen MS. 1,44. b. ich bin nu verdrungen Walth. 32,2. die jungen habent die alten sô verdrungen Walth. 23,35. niemer maget noch wîp mac iuwern lîp ûʒ mînem herzen verdringen MS. 2,41. a. der mich von Riuwental verdrungen hât MS. 2,75. b. 82. b. — mit genit. der sache: des si mich hât mit ir güete verdrungen Walth. 110,16.
2. dränge in einander, zusammen. mit verdrungener schare breit mit einer breiten, enge geschlossenen schar W. Wh. 237,26. drîvalteclich in einen got verdrungen Frl. 278,6.