Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verblendung
verblendung , f. substantiv zu verblenden, in verschiedenen bedeutungen desselben. 1 1) nach nr. 2, das blindmachen, occaecatio; meist nach nr. 3 auf abstracte dinge übertragen, fascinatio, fraudatio, delusio Stieler 196 : die handlungen Napoleons waren auf eine verblendung der deutschen fürsten berechnet. 2 2) zustand des verblendetseins: der bapst beredet das gesinde, es were eine verdampte seele und bete umb ablasz .. dr. Faustus lachte darob und gefiel jhm solche verblendung wol. volksb. Faust 59 neudruck; es mag immer viel verblendung, viel überspanntes und schimärisches in der liebe sein…