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Verbleib

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
4 in 4 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Verbleib

Verbleib

bleiben Vb. ‘einen Ort nicht verlassen, einen bestimmten Zustand beibehalten, übrig sein’, ahd. bilīban ‘(weg-, unter)bleiben’ (8. Jh.), mhd. belīben, blīben, mnd. mnl. blīven, nl. blijven, aengl. belīfan sind Präfixbildungen zu einem untergegangenen Simplex germ. *līƀan, zu dem auch die Kausativa ahd. leiben ‘hinterlassen, übriglassen’, aengl. lǣfan, anord. leifa gehören. Die germ. Formen verbinden sich mit aind. limpáti ‘schmiert, klebt (an)’, griech. lípos (λίπος) ‘Fett’, lit. lìpti ‘kleben (bleiben), klebrig sein’, aslaw. prilьpěti ‘anhaften’ und führen auf ie. *leip- ‘mit Fett beschmieren, kleben’, eine Erweiterung der Wurzel ie. *lei- ‘schleimig, schmieren’ (s. Leim), so daß für bleiben von ‘klebenbleiben, haften’ auszugehen ist (dazu s. auch leben). Möglich ist für germ. Formen mit der Bedeutung ‘übrigbleiben, -lassen’ aber auch ursprüngliche Zugehörigkeit zur Wurzel ie. *leiku̯- (s. elf und leihen). – verbleiben Vb. ‘an einem Aufenthaltsort oder in einem Zustand bleiben’, ferner ‘übereinkommen’, mhd. verblīben, verlīben ‘bleiben, ausbleiben’; dazu Verbleib m. ‘das Verweilen, Aufenthaltsort’ (aus der Kanzleisprache des 18. Jhs.). unterbleiben Vb. ‘nicht geschehen, nicht stattfinden’, seit frühnhd. Zeit belegt, doch vgl. spätmhd. underblībunge. übrigbleiben Vb. ‘als Rest zurückbleiben’ (15. Jh.), älter (heute umgangssprachlich, vornehmlich nordd.) überbleiben, mhd. überbelīben, mnd. ōverblīven, nl. overblijven; vgl. ahd. urbarlīban ‘übrigbleiben’ (9. Jh.); dazu Überbleibsel n. ‘kleiner Rest’ (17. Jh.); vgl. nl. overblijfsel. bleibenlassen Vb. ‘unterlassen, nicht mehr tun’, mhd. in der Fügung belīben lāʒen. Hinterbliebene(r) m. f. ‘Angehörige(r) eines Verstorbenen, Leidtragende(r)’ (18. Jh.), substantiviertes Part. Prät. zu dem heute untergegangenen Verb hinterbleiben ‘zurückbleiben’ gegenüber einem Scheidenden, Weggehenden. Bleibe f. ‘Aufenthaltsort, Unterkunft, Herberge’ (19. Jh.), besonders durch die Jugendbewegung verbreitet; älter, heute aber aufgegeben, sind gleichbed. Bleibeort m. und Bleibestätte f. (17. Jh.).
2058 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    VerbleibDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Der Verbleib , — es , o. Mz . im Osnabrückschen, das Verbleiben, die Ruhe, die Rast. Er hat hier keinen Verbleib .

  2. modern
    Dialekt
    Verbleib

    Rheinisches Wb.

    Verbleib -blīf Rip m.: Aufenthaltsort. Kene V. han kein Heim haben.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verbleib

3 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von verbleib

ver- + bleib

verbleib leitet sich vom Lemma bleib ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verbleib 2 Komponenten

verb+leib

verbleib setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verbleib‑ als Erstglied (2 von 2)

verbleiben

DWB

verb·leiben

verbleiben , n. substantiver infinitiv des vorigen. 1 1) das dableiben: sein verbleiben bei hofe war von kurzer dauer; da wird meines verble…

verbleibung

DWB

verb·leibung

verbleibung , f. beliebtes kanzleiwort, substantivbildung zu verbleiben, mit verschiedenen bedeutungen dieses zeitwortes. 1 1) zu verbleiben…

Ableitungen von verbleib (1 von 1)

unverbleiblich

DWB

unverbleiblich , adj. : zu verbleiben 5 ' unterbleiben ': daher dann dieser unverbleibliche nutzen erfolget, dasz bescheidene leute ausz ine…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verbleib". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verbleib/pfeifer_etym?formid=PF_Verbleib
MLA
Cotta, Marcel. „verbleib". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verbleib/pfeifer_etym?formid=PF_Verbleib. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „verbleib". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verbleib/pfeifer_etym?formid=PF_Verbleib.
BibTeX
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