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ūtbreªken i

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Eintrag · Westfälisches Wb.

ūtbreªken i st. V.

Bd. 1, Sp. 1179
ūt-breªken i st. V. ⟨›ūt-‹⟩ 1. (ohne nähere Spezifizierung) ausbrechen (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Schleef, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs), Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@RhodenRo. — 2. ausbrechen, flüchten (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). — a) (vom Vieh) aus der Umzäunung ausbrechen Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh (Kr. Beckum@AhlenAl, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). „Dat Veh is utbruocken“ (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). „De Büllekes wann’ uutbrocken“ (WmWb). De Schape sit udebruoken Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh. Durchgehen der Kühe, wenn sie von Stechfliegen gestochen werden (Frbg.) (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@HausdülmenHd, Kr. MünsterMün Kr. Münster@NottulnNo, Kr. WiedenbrückWie Bu Kr. Wiedenbrück@SendeSe, Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@AvenweddeAv, Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@EntrupEn). — b) aus dem Gefängnis ausbrechen (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). „Ut’m Kittken ūtbreäken“ (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 3. a) ausbrechen, entstehen. ... wann in der Nwerschop mt (= ml dat) Fǖr ūtbrāk Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@ImmeckeIm = WWB-Source:88:GregGreg 43. „Do brāk de Krīch ūt“ (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — b) in spezieller Verwendung: scherzhaft für noch nicht getauftes Kind (Frbg.): „Bi den sind de Heiden utbruoaken“ (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@VohrenVo || Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@RhynernRy, Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm Kr. Soest@KlotingenKl, Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@WesthofenWh); Beleg von ca. 1928: „Vor 40-60 Jahren noch gang und gäbe, wenn Nachbarleute die Geburt eines noch nicht getauften Kindes weiter bekannt gaben. Heute nicht mehr üblich“ (Kr. LingenLin Kr. Lingen@SalzbergenSb). — Reim: „Dat essen Kriut, dat brecket iut = Geburt, besser wohl Schwangerschaft“ (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — c) (aus den Poren) austreten: „Eam brāk de kolle Swäit ūt“ (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 4. hervorbrechen, knospen, sich öffnen. „De Baum bräckt wer ut“ der Baum belaubt sich wieder (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön || ... Tellgen ... Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@PolsumPo). „De Bloume bräckt ut“ die Blume öffnet sich (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). Hierher wohl auch „Ausbrechen schlecht isolierter Brote“ Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@SchwelmSw. — 5. herausbrechen. „Teäne ūtbreäken“ Zähne ausbrechen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). He häff sikk ’n Tand ūtbruoken einen Zahn ausgebrochen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Dat Sweⁱn briäket s’ ’n pā Tiänne üut dem Schwein brechen sie ein paar Zähne aus Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs. — 6. herausbrechen, herausholen. Vom Holzschuhmacher: Dat Hackenhūs ūtbrǟken mit’n Hackenhūsūtbrǟker (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu). Bezüglich der Kartoffelernte: „outbrirken“ (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@PaderbornPb). — 7. (fachspr.) in der Imkerei: ausbrechen, töten. „Zweimal alljährlich fand die Honigernte statt. Das erste Mal im Frühjahr, das zweite Mal im Herbst. Man nannte den Vorgang Imme iutbriarken. Zu diesem Zweck wurden die Bienen mit Schwefel getötet“ (Kr. HalleHal Kr. Halle@VersmoldVm). Literarisch, ohne Bedeutungsangabe: „Hawstids, wen hei dei Imm utbrök ...“ im Herbst, wenn er die Bienen „ausbrach“ (Kr. CloppenburgKlo WWB-Source:38:BrägelmBrägelm 169). — 8. erbrechen (WmWb). Dat hiet’e glīk wie ūtbroaken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 9. abbrechen. „Dä Kante es ūtbroaken“ die Kante ist beschädigt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). „De Tellgen breckt ut“ die Zweige brechen (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Po).
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  1. modern
    Dialekt
    ūtbreªken ist. V.

    Westfälisches Wb.

    ūt-breªken i st. V. ⟨ › ūt- ‹ ⟩ 1. (ohne nähere Spezifizierung) ausbrechen ( Hal Bh , Dor Schleef, Isl Ös ), Wal Ro . — …

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Cotta, M. (2026). „utbreakeni". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/utbreakeni/wwb?formid=B04970
MLA
Cotta, Marcel. „utbreakeni". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/utbreakeni/wwb?formid=B04970. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „utbreakeni". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/utbreakeni/wwb?formid=B04970.
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