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urvolk

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

urvolk n.

Bd. 24, Sp. 2602
urvolk, n., gegen ende des 18. jhs. gebildet, als neubildung bei Campe, volk mit ur- C 4 c; 'ursprüngliches volk, stammvolk, ureinwohner, autochthon' u. dgl. mit flieszenden begriffsgrenzen. 'völker, die sich unvermischt erhalten haben' Krünitz 202, 482. 'ursprünglichstes volk, von dem die stammvölker, dann die einzelnen völker der geschichte entsprossen sind' Fr. Schmitthenner ursprachlehre (1826) 20. 'es ist eine von jeher tief empfundene tatsache, dasz kulturvölker etwas bestimmteres sind als andere. was vorauf geht, nenne ich urvölker' Spengler untergang des abendlandes 2, 202. hauptgs. kulturvolk, aber auch z. b. kolonien J. G. Forster 4, 201. syn. oft primitive, natur-, schriftlose völker: die geschichte des urvolkes allg. d. bibl. 66, 179; die Sabeller waren eins der urvölker Italiens Niebuhr m. gesch. 1, 55; das benachbarte italienische u. nannte sich Sikuler J. v. Müller 1, 48; ein sicheres hauptkennzeichen dieser rauhen urvölker der ehernen zeit Fr. Schlegel 3, 158; urstämme oder urvölker 8, 60; die grundzüge der Deutschen als eines urvolkes Fichte 7, 359; Novalis 4, 39 M.; annahme eines ur- und normalvolkes Immermann 18, 183 B.; vielmehr ist es deutlich, dasz ... die Ionier sich von dem ... urvolke sonderten K. O. Müller Dorier 1, 237; Hegel II 7, 422; einsicht in die kräfte der natur ... gehört nicht einem sogenannten urvolke an A. v. Humboldt kosmos 2, 146; das erstgeborne u. Fr. L. Jahn 2, 241 E.; weder ein mustervolk noch ein u. 1, 152 E.; ur- und kernvolk Ratzel völkerk. 3, 189; das indogermanische u. Mommsen m. gesch. 1, 16; das u. der Arier Scherer literaturgesch. 6; einem halbgöttlichen urvolke Steub wanderungen im bayr. gebirge 203; v. Alten hdb. f. heer u. flotte 4, 78. vgl. Scherer unter urreligion sp. 2501, Bauernfeld unter ursprünglich 4 d, sp. 2521. autochthon: das für ein eigentliches u. angesehene volk der Arkadier Schlosser weltgesch. 3, 151; Niebuhr m. gesch. 1, 7; Fr. Schlegel 1, 107; A. v. Humboldt ansichten der natur 1, 24. uneigentlich: ein u. der künste und erfindungen Herder 16, 60 S.
2091 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    UrvolkDas

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    ○ Das Urvolk , — es, Mz. — völker , ein ursprüngliches Volk, welches schon in den frühesten Zeiten als für sich bestehen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Urvolk

    Goethe-Wörterbuch

    Urvolk [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Spezial
    Urvolk

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ur|volk n. (-[e]s, ...völker) popul primitif m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit urvolk

8 Bildungen · 7 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von urvolk

ur- + volk

urvolk leitet sich vom Lemma volk ab mit Präfix ur-.

urvolk‑ als Erstglied (7 von 7)

urvolklich

DWB

urvolk·lich

urvolklich , adj. : deutsch ist u. in höchster bedeutung Fr. L. Jahn 2, 503 E. —

urvolksmäszig

DWB

urvolksmäszig , adj. , volksmäszig mit ur- C 4 a: G. Keller nachgel. schr. 95 ,

urvolk als Zweitglied (1 von 1)

naturvolk

DWB

natur·volk

naturvolk , n. ein volk im stande der natur: alle naturvölker, die wir wilde nennen. Herder älteste urk. 1, 83 .