Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
urgedanke m.
urgedanke , m. , seltener und stärker (ur- C 4 c) als grundgedanke ( s. d. ) ; dieses erfaszt mehr den gehalt, u. bezieht sich mehr auf das zeitliche vorhandensein des gedankens. als beispiel der wortbildung bei Klopstock über spr. u. dichtkunst (1779/80) 3, 43: die erste ursache jeder veränderung ist der u. der gottheit Fichte 5, 6 ; da sprach im namen des unnennbaren, des ruf mit einem urwort das gesammte weltall schuf, mit einem urgedanken alle geister ... Baggesen 4, 213 ; im sinne der platonischen ideen: woher habt ihr die ( idee des vollkommenen )? ihr habt sie als urgedanken, den ihr al…