Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
urfäule f.
urfäule , f. , mundfäule, bes. der kinder. mhd. urviule (?) Lexer 2, 2017 : und wann eins die urfäulin hat, so soll es den mund oft mit braunellen ... wäschen Gäbelkover arzneib. (1595) 1, 144 . noch mundartlich Staub-Tobler 1, 792 ; Fischer 6, 295 ; im segen: mundfäule, urfäule, geh aus meines kinds mäullein, geh aus meines kinds rachen, geh in eine mistlachen Fischer a. a. o. ur- kann hier wie in unfäule, dur(ch)fäule verstärkend sein (ur- C 4 a); nahe steht erfaulen ( s. d. und Staub-Tobler a. a. o. , wo auch entstehung aus durfäule erwogen ist; dazu gorfel 2, 416). vgl. dur(ch)-, urschlach…