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upstîgen

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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

upstîgen stv.

Bd. 3-2, Sp. 888
upstîgen (selten:) op-, stv. (Präs.: Ind. 1. Sg. -stîge, stîge up, 2. Sg. -stîgest, 3. Sg. -stîget, -sticht, stîget up, sticht up, Pl. -stîgen, stîgen up; Konj. 3. Sg. -stîge; Imp. Sg. stîch up, Pl. stîget up; Prät.: Ind. 3. Sg. -stêch, [steig] up, Pl. stēgen up; Konj. 3. Sg. upstēge; Part. Prät. up[ge]stēgen, [assimiliert:] uppestēgen): meist intrans. — 1. (mit persönl. Subj.:) sich nach oben bewegen. — 1.1. sich erheben, aufbrechen, „Gha stich vp van duͤsser stede du vnd dyn volk dat dat du geuoͤrt hest vth dem lande Egypten” (Halberst. Bibel Exod. 33, 1; Lüb.: „schalt vpstighen”), „god ... latet iuw wedder vp stighen vth desseme lande” [](Lüb. Bibel Gen. 50, 23; Köln. [Ku]: „schall iuw vp doen gaen”; Halberst.: „wert iuͤ laten vp gan”); — hervortreten, zum Vorschein kommen, „Vnde de valschen propheten scholen up stighen Vnde scholen gro'te teken doͤn” (Buxteh. Ev. Matth. 24, 24). — 1.2. nach oben steigen, hinaufklettern, „Vpstighen ascendere conscendere sursum scandere” (Voc. Strals. ed. Damme 470), „Ascendere, con- ... vpstighen” (De Man 229), „ghy en dorvet nicht up styghen int hoeghe des boems” (Veghe ? Wyng. 206), „Iob secht: We neder sticht to der helle, [de] en scal nummer weder up stigen ... in sin huͤsz” (Veer utersten 68), „stych du vp vp de ledderen” (Kopenh. Arzneib. ed. Lindgren 152); — auf die Kanzel steigen, „wen de predicke yn der Mysse vthe ys / So schal eyn Cappellan vpstigen vnde sulckes vorkuͤndigen” (Lüb. KO ed. Hauschild 154); — (bildl.:) geistig / moralisch aufsteigen, „We is desse ... de vpstighet <van der ydelheit to der waerheyt ...>” (Lüb. Bibel Hohelied 3, 6), (substantiv.:) „vnse here is tokomende viffleye wijs in synen dogentliken vpstigende” (Plen. ed. Katara 157); — c. Akk. besteigen, „dar by dem borne sticht men den berch up” (Mandeville 54), „Swe scal godes berch upstigen” (Nd. Jb. 25, 19). — 1.3. (christl.:) in den Himmel fahren, „wente ick schal vp stygen yn dem druͤdden dage in den tempel des heren” (Halberst. Bibel IV Kön. 20, 8; Köln. [Ku]: „schal vp gaen”), „ik stige vp to myme uadere ... to iuwe'me uadere” (Buxteh. Ev. Joh. 20, 17). — 2. (mit sachl. Subj.:) ansteigen. — 2.1. ansteigen, in die Höhe steigen, „dat mer stech vp uan dem groten winde” (Buxteh. Ev. Joh. 6, 18), „ghelijc als roeck, de natuerlike up styghet ut hetten” (Veghe ? Wyng. 88), „een borne stech vp vth der erden” (Lüb. Bibel Gen. 2, 6), (von der Gebärmutter:) „wan der vro-wen de matrix vp stycht vnde an dat herte klemmet” (Prompt. med. ed. Seidensticker 231); — emporwachsen, „een bloeme sal upstygen ut der selven wortelen” (Veghe ? Wyng. 183); — (vom Brotteig:) aufgehen, „Mit gheste menghede ik den dech, Dar van dat brot so hoch up stech” (Red. O. 64); — (von Fließgewässern:) nach oben, in Richtung Quelle verlaufen, „dar dat vlot ... vlut in de Elde, na vpstigende bet an dat holt geheten Arendesnest” (Meckl. Ub. 9, 605); — aufleuchten, „do segen se eyn lecht recht alz eyn vur hoge up stigen” (Münst. Gqu. 1, 96); — (bildl. von der Seele, vom Geist:) sich erheben, „O ynnyghe sele, anders en machstu nicht up stygen noch voertkomen in de woestenye der gheestelicheit” (Veghe ? Wyng. 19), „dar-vmme dat myn gemote allenen vpste-ghe to der leue godes” (Birgitta 66). — 2.2. aufkommen, entstehen, „stech dar do eyn grot wedder up” (SL 5, 135: Korner), []„wente de bosheit upstighen schal zo schal man'nigher lude loue vorcolden” (Buxteh. Ev. Matth. 24, 12). — 2.3. (von Tönen, Stimmen:) nach oben steigen, „in sanghen syn vele noten, up-styghende, nederglydende, nu hoech, nu syde, nu lude, nu stilke” (Veghe ? Wyng. 4), „de megentliken stem[m]en stegen vp unde makeden eyn discant” (Liljebäck Ex. 54). — 2.4. im Preis steigen, teurer werden, „Annona ingrauescit, de duͤringe nimpt tho / ydt sticht vp” (Chytr. 425), „Alzo stycht ok vaken up dat korn” (Narrenschyp 181), „De cost aldus upstege Daz se worde dar Den armen alzo swar” (Könemann 84); — (von Währungseinheiten:) im Wert steigen, „und dat de rinsche gulden 1 schilling uppe stegen is” (Chr. d. d. St. 36, 259); — (vom Zins:) c. Dat. angehoben werden, „Wer den tyns nich betalet ... deme scholde de tyns alle dage upstigen” (Grimm Weist. 6, 683). Subst.
4258 Zeichen · 147 Sätze

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    upstigenst. V.?

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    upstigen , st. V.? Vw.: s. upstīgen*

  2. modern
    Dialekt
    ¹upstīgenV.

    Westfälisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ¹up-stīgen V. [ Hfd Hal] (Garben) auf dem Feld aufstellen, zusammenstellen.

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Cotta, M. (2026). „upstigen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/upstigen/mnwb
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Cotta, Marcel. „upstigen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/upstigen/mnwb. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „upstigen". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/upstigen/mnwb.
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