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upschrîven

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MNWB
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

upschrîven stv.

Bd. 3-2, Sp. 855
upschrîven (-scriven), (selten:) op-, stv. (Präs.: Ind. 1. Sg. schrîve op; Prät.: Ind. 3. Sg. upschrêf [-schreif, -schreff], schrêf up, Pl. upschrēven; Part. Prät. upgeschrēven): 1. aufschreiben, verzeichnen, „Pergamen / dar men kan affwischen / wat dar vpgeschreuen ys” (Chytr. 190), „Wen eyn van dissen veeren steruet ... so schoͤlen de lxiiij. myt namen vpscriuen yn eyne tzedel twe andere Rades personen / vñ bidden den Erbarn Radt vmme eynen van den beyden” (Lüb. KO ed. Hauschild 172); — auflisten, „Tom Andern. Schall men eyne Rulle tholeggen yn der Frachtheren Hüsen ... dar mach ein ider bigan und upschriven ofte upschriven laten, wat eme gelevet tho schepende” (Bremen ed. Entholt 30); — aufsetzen, urkundlich festhalten, „doch schall dut alle stan up des rades behach, de upgeschreven artikel ... to voranderende” (Lüneb. ZR 30), „solliche upgeschreven vrigheytt” (Schl.-H.-L. Reg u. Uk. 8, 450), „vormoge der negest upgescreven vordracht” (Ub. []Hameln 2, 367). — 2. als Last verzeichnen zur späteren Bezahlung, anschreiben, „Ok en schal nen krogher edder krogersche ... beer vorkopen, to borghe doen, ofte upscriven ... den swornen” (Ub. Bremen 5, 301), „besloten, dat de Hollander, de sodane gelt schuldich synt unde up gescreven is, dat (se dat) ... betalen scholen” (Hanserec. III 2, 158); — als Übeltäter verzeichnen, „Dat wil me ... gestalt hebben, de kinder und gesellen, so dorch den hader upgeschreven, dat schullen se wedder afdohn und torugge schriven” (Ub. Hildesh. 8, 658). — 3. (Verträge, Bündnisse) schriftlich aufkündigen, „dat se unses rechtbedens indechtich weren, wy wolden / dem bischoppe upschriven hulde unde ede, de he sulves vorwracht hedde” (Brandis 63), „hir ume schryve ich ju myne borgerschopp opp” (Ub. Dortmund 3, 139), „[se] Hebben de hense upgescreven” (Hanserec. III 7, 176); — (Termine) absagen, „die dag wort upgeschreven und fürhindert durch die krigesrustunge, so in Franckrike was, darna wider utgeschreven up den 28 Augusti” (J. Brandis 138); — (Lehen) zurückgeben, „Sodanne gude alse ik van Juwen gnaden to lene hebbe. wer er gy wilken Clenken dar mede belenen so scriue ik Juw de suluen gudere vp vnde vorlate de” (Sudendorf 9, 127). Subst.
2232 Zeichen · 61 Sätze

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    upschrivenst. V.?

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    upschriven , st. V.? Vw.: s. upschrīven*

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Cotta, M. (2026). „upschriven". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/upschriven/mnwb
MLA
Cotta, Marcel. „upschriven". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/upschriven/mnwb. Abgerufen 13. May 2026.
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Cotta, Marcel. „upschriven". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/upschriven/mnwb.
BibTeX
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