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upschêten

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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

upschêten stv.

Bd. 3-2, Sp. 852
upschêten (-scheiten), (selten:) op-, °upgeschîten (-geschieten) (Ssp. 1, III 66 § 3), stv. (Präs.: Ind. 3. Sg. upschüt [-schuͦt]; Prät.: Ind. 3. Sg. schôt up, Pl. upschôten; Konj. 3. Sg. -schö̂te; Part. Prät. upgeschāten, -[ge]schōten, -geschotten, uppeschōten): I. intrans. — 1. hochschießen, in die Höhe fahren, „Do schot he [Reynke] vp vnde snauwede na my” (RV 124); — (von der Gebärmutter:) sich nach oben bewegen, „Welker vrowen de moder (matrix gheno=met) upschut: als van eyner steden to d'anderen. effte van eyner siden to d'anderen ... de scal nemen galbanū” (Garde der Suntheit z 6r). — 2. angrenzen, „enen gharden, liggende ... to der Pene word de ortgharde aller buͦtenst, dar de wedemegharde uppschuͦt” (Anklam Stb. 179), „eyn drom landes [dat] upschut uppe der Poppendike lant” (Ub. Hameln 2, 220). — II. trans. — 1. aufschiessen, durch Beschuss öffnen, „Darnha hebben desüluigen Rüssen de Kercke tho Mariama, dar vele Buren mit eren Wyuern vnde Kindern hengeflagen weren, gestörmet, vnde de Kerckendöre vpgeschaten” (Russow Livl. Chr. 1584, 104). — 2. (Weberei:) durchschießen, einweben, „ein taflaken mit uppgeschaten listen” (Stieda-Mettig 399). — 3. (Erde, Dämme []u. Ä.) aufwerfen, „Ein ider schall, wor sin diekmathe kumbt, dat diekschott grauen vnd vorferdigen, vnd de erde jegen dem dieke vpscheten” (Michelsen Spadenland 16), „do leth de fürstinne ... de beiden damme ... dörch den mohr vpscheten” (Hartich Sierk 84); — (Erde) auswerfen, „graven also diep, also en man mit eneme spaden upgeschieten mach die erde” (Ssp. 1, III 66 § 3), „2 mannen, ut dem grauen erde uptoscheten, 4 f.” (Elbing KR 2, 41). — 4. (Holz) aufstapeln, „Hanse Hessen vor gant an den provest van Derneborch, umme dat holtingk up to scheitende” (Ub. Hildesh. 6, 478). — 5. (Personen) im Rang erhöhen, „Du byst (schryuet Ezechiel) ful wyßheyt ... vnd bouen alle andere boͤmen yn dem paradyse Gods (dat ys vor // alle andere engelen ym hemmel) hoge ypgeschotten (dat ys verhoget)” (D. v. Soest ed. Löer 54). — 6. (einen Rechtsfall) an eine höhere Instanz verweisen, nach oben weiterleiten, „de schycht, de daer ghescheen is an deme doetsclaghe, de enrychtet nycht, men schetet se vp wente vor vs” (Meckl. Ub. 16, 568), „de clage der papheit schot up her Siffrid ... went an den konnig” (Sächs. Wchr. 598). — 7. etw. aufschieben, hinausschieben, „de sake twisken deme hertighen unde deme rade van Luneborch ... wart upgeschoten wente to Michaelis” (Chr. d. d. St. 31, 26), „to irvarende ... in welker wise de dach vppeschoten were” (Lüb. Ub. 5, 143), „Do sprak de richter, he schotte dat richte up wente up dat ander meygerdingk” (Zs. Nds. 1881, 187), (substantiv.:) „Van vpschetene der claghe” (Ub. Brschwg. 1, 104); — (eine Frist) verlängern, „hijr vpp wart dat vruͦntlike bestant ... vordan vorlenged vnde vpp gheschoten bette in Sondaghe neghest to komende” (Sudendorf 10, 43).
2936 Zeichen · 95 Sätze

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    upschêtenstv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    upschêten ( -scheiten ), (selten:) op-, ° upgeschîten ( -geschieten ) (Ssp. 1, III 66 § 3), stv. ( Präs. : Ind. 3. Sg. u…

  2. modern
    Dialekt
    upschē¹tenV.

    Westfälisches Wb.

    up-schē¹ten V. [verstr.] 1. durch Schießen verbrauchen; (Pulver, Kugeln) verschießen ( Hal Bh ). — 2.1. (zu) schnell (em…

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APA
Cotta, M. (2026). „upscheten". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/upscheten/mnwb?formid=U05155
MLA
Cotta, Marcel. „upscheten". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/upscheten/mnwb?formid=U05155. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „upscheten". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/upscheten/mnwb?formid=U05155.
BibTeX
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  title        = {„upscheten"},
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