Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.
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updrîven (selten:) op-, stv. (Präs.: Ind. 3. Sg. updrîvet, -drift, drift up, Pl. updrîven, drîven up; Prät.: Ind. 3. Sg. drêf up; Part. Prät. upgedrēven, uppedrēven): 1. intrans. emportreiben, sich aus der Verankerung lösen, „wente he vormals [bei einer Sturmflut] sin gut ... umgekamen, de berge mit dem korne umbgedreven, dat hus toschöret und de wende allenthalven upgedreven” (Olden Landes Ord. 65). — 2. (Faßbänder) auftreiben, „alle bende, de dar liggen kont, [beim Öffnen der Tonnen] wedder updrivenn” (Lüb. Vogt a. Schonen 138). — 3. (Waren) auf den Markt bringen, zum Verkauf anbieten, „Als de erste herinck buise ... weder anquam, do wurt de herinck also upgedreven, dat man een last heringes vor anderhalff hundert corent gulden to 10 schap vorkoffte” (Beninga ed. Hahn 2, 760). — 4. c. A. r. + Ortsangabe (Beute) wegschaffen, „Dit is dat den borgeren to Luneborch genomen wart dat to Calue vp ge dreuen wart” (Sudendorf 5, 104); — (Tiere) wegtreiben, „[unde hefft] darto am sulven dage alle beeste ... na dem huse des heren administratoris geweldichlick updriven laten” (Osnabr. Gqu. 2, 153). — 5. (Güter) in Beschlag nehmen, „[vorhandelinge] von der guder wegin, de de hocheborn furste ... und de sine op des hilgen rikes vrye straten to Moringen opgedreven hefft” (Ub. Magdebg. 2, 757), „Do de erne up dat meyste geschein was, let hertoge Hinrick alle korne ... updriven und to Wulffenbuttell upgeten in groten hopen” (Chr. d. d. St. 35, 81); — (Schiffe) zwingen einen best. Ort anzulaufen, „und leiten de schepe updriven vor der stad und boden den gesten dat se dat korn wedder utschepen mosten” (Chr. d. d. St. 7, 252). — 6. intrans. Kriegsvolk schicken, „hir umme [wegen Raubes und Brandschatzung] leit hertoch Frederik up der straten na []Magedeborch wedder updriven to Wynsen, to Bardewike ... up de veide” (Chr. d. d. St. 7, 394); — wachend umhergehen, „Item is vor ramet dat de wachtknecht sal vp driuen de nacht rinckfares” (Mon. Liv. 4, CCLIX). — 7. c. A. r. nicht anerkennen, „we enes karspels offte enes swaren rechtes schedinge straffen offte vpdriuen wil, de schal dat don binnen den sös weken alse de schedinge maket is” (Altdithm. Rqu. 98); — aufheben, „Koep de drift hure vp, wo de koep schee veer weken vor sunte Peters daghe” (Hamb. StR ed. Lappenberg 340); — für ungültig erklären, „de dar weddeth unvorsichtigen in Hytticheit ... gescheen: ßodane Weddhe scall ock mit IV Marcken upgedreven werden” (Altdithm. Rqu. 236). — 8. tadeln, „updryven, reprobare, inprobare” (SL: Hamb. dt.-lat. Gl.), „So war en vader leuende is vnde sinen kinderen settet enen uormunden den vormunden ne mach neman up driuen noch weder spreken” (Lüb. StR ed. Hach 292); — zur Rechenschaft ziehen, „vordorve he [der Geselle] ok dat werk, so scholde men ene vpdryven, so schal he noch een jar na denen” (Lüb. ZR 422); — vor Gericht verklagen, „eyn geselle scall den anderen nicht updriven ane der olderlude unde meistere willen” (Lüneb. ZR 184).
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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1200–1600
Mittelniederdeutschupdrivenst. V.
Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege
updriven , st. V. Vw.: s. updrīven
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit updriven
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