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updrāgen

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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

updrāgen stv.

Bd. 3-2, Sp. 763
updrāgen -drēgen, (selten:) op-, stv. (Präs.: Ind. 3. Sg. updrēget, -drecht, -dricht, drecht up; Prät.: Ind. 3. Sg. updrôch, -drûch, drôch up, Pl. updrôgen, -drûgen; Konj. 3. Sg. updrö̂ge; Part. Prät. upgedrāgen, -gedrōgen, up(pe)gedrēgen, updrēgen): 1. hochtragen, nach oben tragen, „Vpdreghen sursum ferre” (Voc. Strals. ed. Damme 467), „vor 6 voder holtes up tho dregende upp de scriverie” (Zs. Nds. 1870, 143); — (vom Hafen) in die Stadt hinaufschaffen, „Alle Markische und Magde- []burgesche korn schal an de kaien und brugge gelecht und nicht upgedragen werden, er de bruwer und becker vorsorget” (Hamb. Burspr. ed. Bolland 2, 476); — (bildl.:) hochhalten, wertschätzen, „Ick will dath styffte ... vp allen orden, wor idt to donde van noden, vortreden, ruggeholden vnd vpdragen” (Kleist 1, 244). — 2. (Speisen) auftragen, auftischen, „wen de Buͤdel van Gelde ys swer / so drecht de Werdt vp wat men begert” (Nic. Gryse Laienbibel 1 T 4v), „De vornemesten junge menne ... de moisten helpen updragen und upwarden” (J. Brandis 181). — 3. (Farben u. Ä.) auftragen, „Hyr mede sal men de lazur up dragen ge menget aver nicht up dene stene gereven” (GS Wesche 295). — 4. c. D. p. + A. r. (Eigentum) übereignen, „Vpdreghen supra ferre supragerere” (Voc. Strals. ed. Damme 467), „[dat] de selve Johan ... uns overlaten, gegeven, und upgedregen hevet, alle sodane nalatene Gudere, bewegelick und unbewegelick” (Kindlinger Münst. Beitr. 1, 201); — als Lehen übertragen, „umme des breves willen ... dar de konynk ynne updruch greve Gerde dat lant to Holsten” (Chr. d. d. St. 31, 69); — (Ämter, Aufgaben) übertragen, „Ok hadde sine furstliche gnade erst wetten willen ... wene he dat episcopatum updragen und resigneren scholde” (Oldecop 153), „eynen [procurator] to setten ind eme syne macht uptodragen” (Ostfries. Ub. 2, 188); — (Rechte) zuerkennen, „Ende heft die ... vier olde Scilde s'Yars ende den voirghenoemden gherichtlicken Brieff alsoe voir opghedraghen ende naedaer opverteghen mit Hande, Halme ende Monde” (Ub. Möllenbeck 2, 39); — (Gelder) vorschießen, auslegen, „Wy ... betughen openbare in dessem breve, dat wy van Haye ... en scryv entfangen hebben, darup wy eme wynnen unde updreghen scholen in desser veyde in kosten, bere unde wes dar vurder upkomende wert, alz vere alz dat scryv keret” (Ostfries. Ub. 1, 464). — 5. c. D. p. + A. r. (als Gewinn) einbringen, „Ok wille wij wol bewisen vnde nabringen, dat vns desses jars an vnser ratschupp vlote vnde touwe mer ghekostet hefft, wen vns de verschad hefft vppghedrogen” (Lüb. Ub. 10, 313). — 6. intrans. helfen, nützen, „Konigh Philippus satte den Konigh Otten to wedderen, doch dat Bischopp Syfryd Koniges Otten hulde erwarff, unde droch upp to beydenthalven” (Leibniz Scriptores 3, 355). — 7. absol. hochsteigen, „Se [eyn kreye] las mit ereme snavele vele klener stene unde warp de in den emmer, so langhe dat dat water up droch” (Derendorf 438); — (bildl.:) vpdrēgende herte hebben hochfahrend sein, „Dede hebben hoch vpdregende herte alse de berge van Gelboe ... dede hoch synt vnde allewege dorre” (Plen. ed. Katara 130). []
3143 Zeichen · 100 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    updragenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    updragen , st. V. Vw.: s. updrāgen

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updragen‑ als Erstglied (1 von 1)

updragen, dregen

LW

updragen·dregen

up-dragen, -dregen, 1. trans. auftragen (Speisen), vorsetzen; Waren aus dem Schiff ans Land, auf den Speicher tragen; ein Besitztum einem an…