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unweiblich

nhd. bis GWB · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unweiblich adj. adv.

Bd. 24, Sp. 2175
unweiblich, adj. adv., gs. zu weiblich (s. d.). mhd. unwîplich, -lîche; mnl. onwivelijc. vgl. schwed. oqvinlig. a) weiblich I B 2 a entsprechend: die form der brust ist u. H. Brunn kl. schr. 3, 76. b) wie mhd. unweibliches weib (weiblich I C 1): ein unweibliches weib ist so widrig wie der lieblos-groszmüthige liebhaber Herder 22, 278 S.; seine geistreiche, aber sehr unweibliche frau G. Jahn gesch. d. franz. revolution (18583) 59; vgl. dein unweiblich herz O. Ludwig 3, 452. die weiber werden aber, je weiter nordwärts, auf den bergen desto roher, unweiblicher, gegen die sanften hinduerinnen Ritter erdkunde 3, 752; sie (königin Christine) ist ... recht mit absicht u. Ranke s. w. 39, 57; ein eigenthümliches kind, so ganz u. und doch allerliebstscharmant W. Raabe schüdderump 3, 274; Polenz Grabenhäger 2, 143. Pansner schimpfwb. 74b. c) von handlungen und eigenschaften, die dem weibe ungemäsz sind (weiblich I A 1): dises unwyplich fechten Steinhöwel ber. frauen 290 Dr.; dreistigkeit, unverschämtheiten, kühnheit, wuth, übermuth, art die wirthschaft zu leiten, zug des wesens, gefasztheit, vergnügungen, schritt u. s. w. Bürde erzählung einer gesellschaftsreise (1783) 274; C. Meiners briefe über die Schweiz (1785) 236; Eichendorf 2, 181; Holtei 40 jahre 1, 237; erz. schr. 4, 52; Bismarck br. an s. braut 210; Döllinger akad. vorträge 1, 337; Hebbel I 8, 162 W.; v. d. Steinen naturvölker Zentralbrasiliens 298; Spielhagen s. w. 2, 337. ihr ganzes betragen (bedäuchte ihn) u. Gaudy 8, 129; schriftstellern sei u. Ebner-Eschenbach 3, 119. auch von äuszerungen solcher eigenschaften: unwipplich mere Alsfelder passionsspiel 1884 Gr.; und woher quillt, von wannen ein gesetz, unweiblich, du vergibst mir, unnatürlich, dem übrigen geschlecht der menschen fremd? H. v. Kleist 2, 110 Schm. (Penthesilea 1903). d) substantiviert: ihre stimme ... kündigte etwas unweibliches in ihr an Ranke s. w. 14, 203; G. Freytag 2, 175; die zierlichste gestalt, die graziöseste haltung ... zeigen sich gemein, wenn die beine ausgreifen, die arme schlenkern, die röcke fliegen. es giebt nichts unweiblicheres für mich Holtei erz. schr. 9, 19. e) adv.: unweiblicher kann wohl kein weibliches geschöpf gezeichnet werden Lichtenberg erklärung d. hogarthischen kupferstiche 4, 29; so u. hart Biernatzki des letzten matrosen tageb. 43; ein fast u. kritisches wesen G. Keller 7, 56. —
2402 Zeichen · 82 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unweiblichadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Unweiblich , — er, — ste , adj . u. adv . dem Wesen und den Verhältnissen des Weibes nicht gemäß. Ein unweibliches Beneh…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    unweiblich

    Goethe-Wörterbuch

    unweiblich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unweiblich

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Ableitung von unweiblich 3 Analysen

un- + weiblich

unweiblich leitet sich vom Lemma weiblich ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+weib+-lich unweib+-lich

unweiblich‑ als Erstglied (1 von 1)

unweiblichkeit

DWB

unweiblich·keit

unweiblichkeit , f. , gs. zu weiblichkeit 4. vgl. mhd. unwîpheit: sollten denn aber geistreiche und talentvolle frauen nicht auch geist- und…