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¹unstêde

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MNWB
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

¹unstêde adj.

Bd. 3-2, Sp. 682
1unstêde um-, (im Reim selten:) unstâde, adj. (Kompar. -stêder): 1. unzuverlässig, unsicher, „Vnstede discontinuus incontinuus” (Voc. Strals. ed. Damme 447), „Dat lucke is unstede, dede nu is selich unde ryke, de mach hir na werden unselich unde vorsmad” (Derendorf 334), „Su, wo kort [vnde] wu clene, wo vnstede, wo glidende vnse leuent is” (Veer utersten 21); — (Wetter:) wechselhaft, „vnstede wedder aura etroclita aura ... intemperies aeris aer instabilis” (Voc. Strals. ed. Damme 352), „De Sommer im ambeginne wert wyndich vnde vnstede van donre. plixeme vnde hagel” (Prognostikon 115). — 2. (Feiertage:) beweglich, „Feriae conceptiuae, Macrob. vnstede und bewechlyke Festdage” (Chytr. 33). — 3. (Personen:) unstet, unsicher. — 3.1. umherschweifend, „vnstede vagus, vagabundus” (Voc. Strals. ed. Damme 496), „Vagus eyn vnstede mynsche” (Dief. nov. 37), „Dat kint dat geboiren wirt vnder deme teyken piscis, dat wirt arm vnd vnstede ind soeket sijne neringhe mangher wegene” (Stockh. Arzneib. 96), „Er waren de Goten unstede van lande to lande” (Sächs. Wchr. 135). — 3.2. nicht zu zügeln, ungehalten, „wert dēne eyn kynt ghebaren yn der stunde des Maens / dat wert faste vnstede / vnde leth syck van nūmede mesteren” (Schaph. Kal. 1523, 13v). — 3.3. wankelmütig, unentschieden, „Vnstede instabilis inconstans” (Voc. Strals. ed. Damme 446), „unstede inconstans, instabilis” (SL: Hamb. dt.-lat. Gl.), „de Vresen weren unstede wunderlike lude, wolde me en negher gan, me sulde dar mede mer vorlesen, denne wynnen” (Hanserec. I 5, 358), „de bischop ... was in allen sinen dingen so unstede und unwiß dat sik nach sinen reden und donde neimant gerichten konde” (Chr. d. d. St. 7, 277), (substantiv.:) „De vnsteden ouer weder-stan der groten bekoringhe” (Aegid. Rom. 44); — untreu, „de sede van unsteden wiven, de grote undult na leve driven” (G. v. M. ed. Seelmann 40). — 3.4. schwach, hinfällig, „de ydelicheyt en is nicht vor my, so ik byn eyn unstede, kranck mynsche” (Imitatio 43). — 4. ungültig, „[bei Versäumnissen] scholde alle desse vorscrevene ghift unstede wezen unde en []scholde nene macht hebben” (Ub. Bremen 5, 80); — (Vbdgg.:) u. māken für ungültig erklären, rechtlich anfechten, „We auerst de gyfte byspraket, de schal se bynnen iare vnde dage vnstede maken myt vullenkamener angestelder clage” (Hamb. StR ed. Reincke 118); — u. wēsen c. Gen. keinen Anspruch habend an, „ver dat sake, dat he dat vorsveghe, schal he ... des kopes umstede syn” (Oldenb. Ub. 1, 272).
2526 Zeichen · 80 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ¹unstêdeadj.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +2 Parallelbelege

    1 unstêde , um- , (im Reim selten:) unstâde , adj. (Kompar. -stêder ): 1. unzuverlässig, unsicher , „ Vnstede discontinu…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unstede

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von unstede 2 Analysen

un- + stede

unstede leitet sich vom Lemma stede ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+steden+-e

unstede‑ als Erstglied (2 von 2)

unstêdelĩken

MNWB

(unstêdelĩken) , ° unstêdelken , adv. : (nur Vbdg.:) u. dôn sich unzuverlässig verhalten, „ Vnstedelken don discontinuare” (Voc. Strals. ed.…

unstēdenkrût

MNWB

° unstēdenkrût ( unsteden kruth ), * unstētkraut , n. : als Badezusatz dienendes Kraut zum Schutz vor Behexung, Wiesenraute? (Bartsch Meckl.…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „unstede". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/unstede/mnwb?formid=U04042
MLA
Cotta, Marcel. „unstede". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/unstede/mnwb?formid=U04042. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „unstede". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/unstede/mnwb?formid=U04042.
BibTeX
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