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unscheinlich

mhd. bis nhd. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unscheinlich adj. adv.

Bd. 24, Sp. 1324
unscheinlich, adj. adv., gth. v. scheinlich. mnl. onscijnlijc. durch unscheinbar stark zurückgedrängt. gth. v. scheinlich 1: u. zonder glans, luister, schynzel Kramer-Moerbeek; ein eseltreiber ... ein starcke zeine unscheinlichs, doch rechtes goldes fand Mathesius Sarepta (1571) 32a; Fischer schwäb. wb. 6, 214; es wird aber doch das gemähle ... u. Aitinger jagdb. (1681) 163; so wird es (das getreide) gantz u. gemacht schles. wirthschaftsb. (1712) 159; brot Hüttel chron. v. Trautenau 137, füsze J. A. Naumann naturgesch. d. vögel (1822) 9, 442, gabe Peter Schlesien 2, 16. übertragen u. machen, verdunkeln Scheffler ecclesiologia 1, 554b. wie unscheinbar 1 c: dieweiln du ... gar u. bist P. Negelein v. bürgerlichen standt (1607) 8; Staub-Tobler 8, 833. unscheinbar 1 d entsprechend: ist sie (die taufe) schon ein euszerlich, schlecht, unscheinlich mittel G. Nigrinus anticalvinismus (1595) 184; Crecelius oberh. wb. 849; die kleinsten, unscheinlichsten mittel J. Grimm kl. schr. 8, 49; vorschrift Harsdörffer gesprechsp. 6, a 5a; wolte nun die sach zu klein und u. fallen 2, 74. gth. v. scheinlich 2: u. obsoletus, botanisch, wenn pflanzentheile nur undeutlich, erloschen, verwischt sich zeigen Krünitz 199, 236. 'ungeheuer' Hertel Thür. sprachschatz 206. schriftsprachlich unüblich. gth. v. scheinlich 3: wiewol nu dieselben vermeinlichen grund so u., kindisch und schimpflich sein Chr. Schappeler reform. flugschr. 2, 352 Clemen; 2, 371; hievon möchte nicht u. gefragt werden Schottel haubtspr. 657; veraltet und mundartlich (Fr. Reuter). unscheinlichkeit, f. Kramer (1702) 2, 492b; Avé-Lallemand 2, 110; 2, 309. —
1655 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    unscheinlichadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    unscheinlich adj. unscheinlîch Erlös. 330, wo aber unschemlîch zu lesen ist, nicht unschînlîch, wie Pf. Germ. 7,23 vorge…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unscheinlichadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Unscheinlich , — er, — ste , adj . u. adv . keinen Schein d. h. kein gutes äußeres Ansehen habend, unscheinbar . S. d. D…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unscheinlich

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Ableitung von unscheinlich 3 Analysen

un- + scheinlich

unscheinlich leitet sich vom Lemma scheinlich ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+schein+-lich unschein+-lich

Keine Komposita gefunden — unscheinlich kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.