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unmannlich

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unmannlich adj. adv.

Bd. 24, Sp. 1162
unmannlich, adj. adv., gth. von mannlich. mhd. unmanlich (-menlich), -manlîche (-menlîche); mnl. onmanlijc (-menlijk), nl. onmannelijk; an. úmannligr, -liga, aschwed. omanliker, -lika, schwed. omanlig, n. umandig; engl. unmmanly. 1) gth. v. mannlich 1: es ist ... ein unerbar, unmanlich stucke, auff einen schlagen, dem man von keiner feintschafft gesagt hatt Agricola sprichw. (1534) k 7a; ein volck zu lust ziehen, heiszt es unstreitbar und unmanlich machen Fr. Wilhelm sprichw. register n α 595; gegen so unmannlichen dienstknechten Xylander Plut. 261; enervata oratio u. Frisius 473a; u. hertz Maaler 466a; u., verzagt Rädlein (1711) 986; Dentzler (1716) 328b. 2) mannlich 2 entsprechend: ein weybischer, unmannlicher gang Frisius 670a; u., so noch nicht mannsstärcke hat Rädlein (1711) 986a. 3) syn. mit unmenschlich: solich unmanliche gefencknüss Eberlin v. Günzburg 1, 103 ndr. veraltet. dafür unmännlich, adj. adv., gth. v. männlich. gelegentlich in weiterer bed. 'unmenschlich' (wie unmannlich 3), z. b. gleich wie ein weib menschlicher form gantz u. mag ein monster geberen Zoleckhofer vilvaltig beschreibung 304; sonst männlich entsprechend. 1) gth. v. männlich 1: Wieland fand Baggesen ganz u. und in wesentlichen zügen von entschiedener weibernatur Gervinus gesch. d. d. dicht. 5, 579; an männlich 4 b rührend: in unmännlichen zeiten J. Paul 5, 121; desto unmännlicher klangen mir die stimmen berühmter tenoristen Holtei erz. schr. 2, 162; R. Wagner 5, 156. 2) männlich 2 entsprechend: impuberis, u. Frischlin (1586) 253a; er sieht u. aus Wieland Lucian 2, 282; in verbindung mit männlich 4 b: einen unmännlichen mann Schopenhauer 2, 640. 3) ähnlich wie männlich 3, was dem manne nicht eigen, zustehend, angemessen ist oder sein sollte, ohne gerade feige, weichlich u. s. w. (s. 4) zu sein: wie wir den krieger preisen, welchen der tod auf dem schlachtfeld, ohne unmännliche krankheit, dahin rafft J. Grimm rechtsalt. 1, 669; vgl. männlicher tod bei Luther unter männlich 4 a; es sei u., sich von einem weibe etwas vorschreiben zu lassen Auerbach 9, 33; unmännlicher mangel an rat und zuverlässigkeit G. Keller 1, 76; O. Ludwig 5, 137; Ebner-Eschenbach 3, 119. 4) gth. v. männlich 4: die andern aber, so nicht sauffen, sonder ehrlich und züchtig leben wöllen, schelten sie (die trinker) unmänlich Ambach zusauffen e 4b; wie? immer unmännlicher, thörichter? H. L. Wagner theaterst. 85; dem unmännlichsten aller herrscher Raumer Hohenst. 1, 3; solchen unmännlichen schwächling (Clavigo) Bielschowsky Göthe 1, 247. auch die zum theil nicht unmännlichen dichter (männlich 4 b) Gervinus gesch. d. d. dicht. 3, 202. Pansner schimpfwb. 73b. die unmännliche folge vern. tadler. 1, 63; seele Zachariä 3, 13; liebe Wieland Agathon 2, 75; die unmännlichsten klagen Forster 6, 376; thränen Tieck 8, 26; zum unmännlichen genusz Novalis 1, 146; das ist u. Kotzebue 6, 104. adv.: welcher sich ... u. erweichen läszt Guarinonius 714; Göthe 8, 293, 10 W. subst.: dem unmännlichen Voss antisymb. 2, 313; etwas unmännliches Auerbach 13, 196; Herder 18, 52. —
3112 Zeichen · 95 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    unmannlichadj. adv.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    unmannlich , adj. adv. , gth. von mannlich. mhd. unmanlich (-menlich), -manlîche (-menlîche); mnl. onmanlijc (-menlijk),…

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un- + mannlich

unmannlich leitet sich vom Lemma mannlich ab mit Präfix un-.

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