unkommlich, unkömmlich (unkummlich, unkümmlich; unkommenlich S. Franck
chron. Germ. 62
a, unkommentlich
weltb. 110
a, unkummenlich
chronica 121
b,
Zimm. chron. 3, 313, 15, unkommlichen,
adv. Frölich
offenb. d. natur 165),
adj. adv., gth. v. kommlich
u. s. w. veraltet u. später im wesentlichen aufs alemannische beschränkt. Staub-Tobler 3, 286; Seiler
Basel 298;
els. wb. 1, 441
b.
vgl. mhd. unkôme,
ags. uncyme
und unbekömmlich, unzukömmlich, unbequem, -lich. 1) kommlich 2 b
entsprechend, nicht anstehend, ungebührlich, ungehörig: söllich unkomlich uffruor
dokumente z. g. d. b. Hans Waldmann 2, 377; unkömmlich zu nöten Zesen
verm. Helikon 1, c 2
a. 2) kommlich 2 c
entsprechend, unzuträglich, untauglich, unnütz: unkommliche mittel Achatius 297
b, underscheid Pantaleon
warh. bestätigung 9; zu dem streyt und kampff unkomlich Gesner-Herold-Forer 126
a; unnutzes fleisch, welches dem menschen nicht allein u. ist Würtz
wundarztn. (1612) 110. 3)
gth. v. kommlich 2 d,
unpassend, ungeeignet, ungelegen, unzugänglich: auff unkummenlich hoch baum Franck
chron. 121
b; an ein u. mosechtig ort Pantaleon
mitnächt. völk. hist. 2, 256; es weren alle stationen an dem gestad den schiffen fast unkömlich Fronsperger
kriegsb. 3, 158
b;
adv. Tschudi
chron. 2, 431. ein unkommenlich regenbog Franck
chron. Germ. (1538) 62
a; in dem begab es sich sehr u., dasz Wurstisen
Paulj Ämilij hist. 2, 23;
noch Kramer-Moerbeek 367
c verzeichnen unkömmlich
ongelegen, niet wel gelegen. 4) kommlich 2 e
entsprechend, unbequem, unhandlich, unförmlich, unbehilflich u. dgl.: von wohnung, messer, geschirr Staub-Tobler, Martin-Lienhart
a. a. o.; in einer unsaubern und unkommlichen kutsche A. v. Haller
tageb. (1723—27) 123; die sich ires unkümlichen dicken wansts halber nicht wol regen ... mögen Heyden
Plin. (1565) 306; solche unkümliche grosse schiltkrotten (1584) 269, 375; sich unkommlichen bewegen H. Frölich
offenb. d. natur 165; u. zu regiern Henripetri
niderl. kr. ursprung B 2
a; als er ... unkommentlich (1534, unkummenlich 1542, kaum 1567) auff dem stuol sasz Franck
weltb. 110
a (
mit mühe und noth); ditz gesatz und gebot was menigem man und menschen gar unkomlich und scharff
Stretlinger chron. 181
B.; Lalebuch 37
ndr.; das wasser .. war .. dem fuszvolck ... gar unkömmlich Forberger
Jovii beschreib. 173; welchs für die reisenden sehr unkomlich J. H. Widerhold
beschreib. d. 6
reisen (1681) 2, 10
b; wenn sie (
die verbindung) unkommlich wurde J. v. Müller 24, 397. 5) kommlich 2 f
entsprechend: das wir durch den glouben fruntlicher und nit unkummlicher und unverschampter worden sein L. Jud
Erasmus ep. z. Timotheo (1521) g g g 3
a;
Titus B Bb;
herrengunst (1566) 41
a. der unkommenlich
die menstruation Staub-Tobler 3, 286;
vgl. das folg. —