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unkommlich

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unkommlich

Bd. 24, Sp. 1095
unkommlich, unkömmlich (unkummlich, unkümmlich; unkommenlich S. Franck chron. Germ. 62a, unkommentlich weltb. 110a, unkummenlich chronica 121b, Zimm. chron. 3, 313, 15, unkommlichen, adv. Frölich offenb. d. natur 165), adj. adv., gth. v. kommlich u. s. w. veraltet u. später im wesentlichen aufs alemannische beschränkt. Staub-Tobler 3, 286; Seiler Basel 298; els. wb. 1, 441b. vgl. mhd. unkôme, ags. uncyme und unbekömmlich, unzukömmlich, unbequem, -lich. 1) kommlich 2 b entsprechend, nicht anstehend, ungebührlich, ungehörig: söllich unkomlich uffruor dokumente z. g. d. b. Hans Waldmann 2, 377; unkömmlich zu nöten Zesen verm. Helikon 1, c 2a. 2) kommlich 2 c entsprechend, unzuträglich, untauglich, unnütz: unkommliche mittel Achatius 297b, underscheid Pantaleon warh. bestätigung 9; zu dem streyt und kampff unkomlich Gesner-Herold-Forer 126a; unnutzes fleisch, welches dem menschen nicht allein u. ist Würtz wundarztn. (1612) 110. 3) gth. v. kommlich 2 d, unpassend, ungeeignet, ungelegen, unzugänglich: auff unkummenlich hoch baum Franck chron. 121b; an ein u. mosechtig ort Pantaleon mitnächt. völk. hist. 2, 256; es weren alle stationen an dem gestad den schiffen fast unkömlich Fronsperger kriegsb. 3, 158b; adv. Tschudi chron. 2, 431. ein unkommenlich regenbog Franck chron. Germ. (1538) 62a; in dem begab es sich sehr u., dasz Wurstisen Paulj Ämilij hist. 2, 23; noch Kramer-Moerbeek 367c verzeichnen unkömmlich ongelegen, niet wel gelegen. 4) kommlich 2 e entsprechend, unbequem, unhandlich, unförmlich, unbehilflich u. dgl.: von wohnung, messer, geschirr Staub-Tobler, Martin-Lienhart a. a. o.; in einer unsaubern und unkommlichen kutsche A. v. Haller tageb. (1723—27) 123; die sich ires unkümlichen dicken wansts halber nicht wol regen ... mögen Heyden Plin. (1565) 306; solche unkümliche grosse schiltkrotten (1584) 269, 375; sich unkommlichen bewegen H. Frölich offenb. d. natur 165; u. zu regiern Henripetri niderl. kr. ursprung B 2a; als er ... unkommentlich (1534, unkummenlich 1542, kaum 1567) auff dem stuol sasz Franck weltb. 110a (mit mühe und noth); ditz gesatz und gebot was menigem man und menschen gar unkomlich und scharff Stretlinger chron. 181 B.; Lalebuch 37 ndr.; das wasser .. war .. dem fuszvolck ... gar unkömmlich Forberger Jovii beschreib. 173; welchs für die reisenden sehr unkomlich J. H. Widerhold beschreib. d. 6 reisen (1681) 2, 10b; wenn sie (die verbindung) unkommlich wurde J. v. Müller 24, 397. 5) kommlich 2 f entsprechend: das wir durch den glouben fruntlicher und nit unkummlicher und unverschampter worden sein L. Jud Erasmus ep. z. Timotheo (1521) g g g 3a; Titus B Bb; herrengunst (1566) 41a. der unkommenlich die menstruation Staub-Tobler 3, 286; vgl. das folg.
2769 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unkommlichadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    ✱ ✱ Unkommlich , adj . u. adv . ungelegen, unwillkommen. Mahler Davon d. — keit .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unkommlich

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Ableitung von unkommlich 2 Analysen

un- + kommern + -lich

unkommlich leitet sich vom Lemma kommern ab mit Präfix un-, mit Suffix -lich, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: un-+kommlich

unkommlich‑ als Erstglied (1 von 1)

unkommlichkeit

DWB

unkommlich·keit

unkommlichkeit , f. , gth. der kommlichkeit. unkommenlichait städtechron. 23, 383, 7. im übrigen s. zu den formen kommlich, unkommlich. wie …