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un(ge)lö̂vich

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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

un(ge)lö̂vich adj.

Bd. 3-2, Sp. 516
un(ge)lö̂vich -glö̂vich, -lö̂vech, -lö̂vek, adj. [](flekt. -g-; Kompar. -iger): 1. ungläubig, „Incredulus vnlouich” (Dief. nov. 37), „darumme haten se de joden mer wen uns unde holden se vele unloviger denne uns” (Mandeville 175), „De beesten ... beduden dat unghelovighe volk, dat syk bekeren schal to dem waren propheten” (Sidrach 202); — nicht dem christlichen Glauben anhängend, „dat de koninge van Ungern und Behmen ... in Prussen gekamen weren, mit den ungelovign Littouwern to striden” (J. Livl. Reimchr. 31), „Sint dat Christendome hyr belegen ys by den unglövigen” (Rig. StR ed. Oelrichs 75); — nicht rechtgläubig, ketzerisch, „Bi den tiden waren vele kettere unde unloveger lude in der cristenheit to Rome” (Sächs. Wchr. 249), „Desuͤlue Vnbothferdigen ropen Godt in der nodt vmme huͤlpe wol an / oͤuerst dewyle se vngeloͤuige Herten hebben / so erhoͤret Godt er ropent nicht” (Nic. Gryse Laienbibel 2, J 1r); — abergläubisch, „Svelk kersten man oder wif ungelovich is unde mit tovere umme gat, oder mit vorgiftnisse ... den sal man uppe'r hort bernen” (Ssp. 1, II 13 § 7). — 2. untreu, „Jnfidelis vnlouich / vntruwe” (De Man 218), „Jnfidus vnghetruwe / vnlouich” (ebd. 218), „He sande in do irrere van Arrianen, de vorkarden se mit ire secten. Also wart ungelovich mit der cristenheit al diu diet” (Sächs. Wchr. 129), „welcker vnder alle syne redern de vornemelichste ock de gelerdeste, oͤuerst geltgyrich vñ vngeloͤuich gewesen” (ZRG R. 14, 102). — 3. nicht glaubhaft, „eyn ding dat unlowek is des en schaltu nicht louen” (FS Lammert 42), „wente dat were wedder Christus beuel / vnd were ock eyn vnloͤuich stuͤcke” (Lüb. KO ed. Hauschild 129); — unglaublich, unvorstellbar, „mit vnloͤueliker boͤser wollust vulbringende hebben se myne huͤsfrouwen ghemoͤyget / dat se doͤt ys” (Halberst. Bibel Judic. 20, 5). — 4. unwissend, „Noch myn kanstu ij verssche watere Vntscheyden, du vnloueghe kater” (E. v. Wampen 35).
1960 Zeichen · 42 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    un(ge)lö̂vichadj.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    un(ge)lö̂vich , -glö̂vich , -lö̂vech , -lö̂vek , adj. (flekt. -g- ; Kompar. -iger ): 1. ungläubig, „Incredulus vnlouich …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ungeloevich

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von ungeloevich

un- + geloevich

ungeloevich leitet sich vom Lemma geloevich ab mit Präfix un-.

ungeloevich‑ als Erstglied (1 von 1)

un(ge)lö̂vichêⁱt

MNWB

ungeloevich·eit

un(ge)lö̂vichêⁱt , -lö̂veschê(i)t , f. : 1. falscher Glaube, nichtchristlicher Glaube, „ alle joden syn over all versmadet um eers selves ve…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ungeloevich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ungeloevich/mnwb?formid=U02840
MLA
Cotta, Marcel. „ungeloevich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ungeloevich/mnwb?formid=U02840. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „ungeloevich". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ungeloevich/mnwb?formid=U02840.
BibTeX
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  year         = {2026},
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  urldate      = {2026-05-12},
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