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undertên

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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

undertên stv.

Bd. 3-2, Sp. 307
undertên -têgen (Schlesw. Dorfordn. 2, 714), -tîn, stv. (Präs. Ind.: 3. Sg. -tüt, [-tuͤd, -dut]; Prät. Ind.: 3. Sg. -tôch, 3. Pl. -tōgen; Konj.: 3. Sg. -tö̂ge, 3. Pl. -tȫgen; Part. Prät. -tōgen, -tāgen): 1. °(Kleidungsstücke) unterfüttern, „und etlicken gaff he Kleider, Röcke und Hoicken, mit menniger Handt siden Gewandt undertogen” (Westphalen 3, 167). — 2. sich aneigen, in Besitz nehmen, „in sodanner wise vndertoghe de rad jarlikes denn mēr, wenn den verdendel der zulten” (Chr. d. d. St. 36, 232); refl. c. Gen. „Sodaner drifte, gemeyner weide, holtes unde woldes se sek undertogen unde underwunden hebben lange tiid her” (Ub. Hildesh. 4, 269), „wo dy stad to Magdeburg ... uns und dy unsern vordreven, sik unser slote, stede und all unser rechticheit von sik sulves weder alle lik und recht untertogen und ingenomen” (Ub. Magdebg. 2, 426). — 3. refl. c. Gen. sich einer Sache unterziehen, auf sich nehmen, „Achilles wart gancz tornich van dussen worden, so dat em de sweth vthbrak vnde vndertoch syk menlik dusses kampes” (Troye 149), „Kumpt auer sin broder eder en ander sin mach, vnd wil vor ene beteren, likerwis alzo he sik vnderdut siner sake, alzo sal he ok wesen sin rechte erue” (Lüneb. StR 6); — Gebrauch machen von, „Ok schal sek de besitter des alters neyner fryheit mehr vnderteyn in dussen suluen vorscreuen husen vnde hoeuen, wen slicht den tynß to borende” (Nd. Mitt. 19/21, 214). — 4. refl. °sich erdreisten, „So sich averst jemant wurde undertegen, sin egen edder eines anderen Vhe daruth tho nehmen ... de övett Gewaltt und schall jegen der högen Avericheitt 18 ß und []ein Tunne Beers vorfallen sin” (Schlesw. Dorfordn. 2, 714). — 5. unterschlagen, verheimlichen, „undertin, subtrahere, subducere” (SL: Hamb. dt.-lat. Gl.), „Vnderslaͤn vnderteͤn hemelik holden subducere ut ista citacio est subducta” (Voc. Strals. ed. Damme 443), „subtrahere vnderteyn” (De Man 250a), „Dit hebe ic Wittenborch gescreven to ener dactenisse in tokomeden tiden, dat it nicht undertogen werde unde oc nicht vorgeten werde” (Mollwo Wittenborg 35), „dat se denne leten vorluͦden allent des en schelende were vppe de heren vnde dar nichtes ane vnderthogen” (Sudendorf 10, 181), „Worden se oc des vorwunnen, dat se jenegen undertogen unde sin nicht ne melden, se scolden liken broke beteren met den sittenden” (Nowg. Schra 121). — 6. Part. Prät. undertōgen verborgen, „Vndertogen aderen betekenen eyn doͤrre / swaͤr / gebloͤt Melancolia geheten” (Schaph. Kal. 1523, 99 v).
2515 Zeichen · 70 Sätze

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    undertênstv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    undertên , -têgen (Schlesw. Dorfordn. 2, 714), -tîn, stv. ( Präs. Ind.: 3. Sg. -tüt, [ -tuͤd, -dut ]; Prät. Ind.: 3. Sg.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit underten

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von underten

un- + derten

underten leitet sich vom Lemma derten ab mit Präfix un-.

Zerlegung von underten 2 Komponenten

under+ten

underten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

underten‑ als Erstglied (1 von 1)