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unbedürftig

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unbedürftig adj. adv.

Bd. 24, Sp. 269
unbedürftig, adj. adv., gegentheil von bedürftig, älteres durftlos (th. 2, 1732; Lexer 1, 495) ersetzend, heute durch das allgemeinere bedürfnislos beeinträchtigt, wenn es der genitivischen bestimmung entbehrt. veraltet unbedürffig (Grimmelshausen), unbedörfftig (Hohberg), auffallend unbedurft des stabes Rückert 7, 514. selten bedeutet es 'entbehrlich, überflüssig': wann er (der gutsherr) zu recht kommen will, musz er, was an lohn und kost auf das uberleye, sonst unbedörfftige .. ackergesinde aufgehet .., ihme zurechnen Hohberg georg. 1, 18. sonst meist 'nicht bedürftig, bedürfend' m. gen.: mein präceptor aber war dieser instruction unbedürffig Simpl. 348 Kögel; des miltzes wol unbedürfftig Hohberg 1, 159; unbedürftig des lichts Novalis 1, 10; ein unsterblicher, unbedürftig menschlichen beistandes jahrb. d. Grillparzerges. 2, 328. heute ein immerhin gewähltes wort. in prägnanter bedeutung, ohne gen.-bestimmung nähert es sich den begriffen 'unbeschränkt, absolut, geschlossen, einheitlich, voll, reich, bedürfnislos' u. a.: die unbedürftige natur Göthe 19, 204 Weim.; als naturgesetz eines unbeschränkten und unbedürftigen wesens Schleiermacher über d. religion (1799) 43; hoffnung des unsterblichen und unbedürftigen lebens Solger ästh. 383. 9; das weinen in den unbedürft'gen strom Shakespeare 4, 191 (wie es euch gefällt 2, 1); so reich, so unbedürftig A. v. Humboldt ans. 1, 246; da man selten jemand (einen beamten) besticht, den man unbedürftig sieht Gutzkow ges. werke 8, 199. subst.: der bedürftige ist als solcher dem unbedürftigen ungleich Hegel 18, 72; die kühle ihres wesens und das unbedürftige, geistige desselben Ludwig 2, 580. steigerung: die thätigsten der menschen waren stets die unbedürftigsten Herder 5, 216; sie mögen nun so fort stets unbedürft'ger schreiten Rückert 8, 232. adv.: steht die Maria so kindlich unbefangen, so unbedürftig abgeschlossen Ludwig 2, 548. —
1934 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unbedürftigadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Unbedürftig , — er, — ste , adj . u. adv . nicht bedürftig, nicht bedürfend. »Ih will nicht sagen, der Untreue fähig, ab…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    unbedürftig

    Goethe-Wörterbuch

    unbedürftig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unbeduerftig

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von unbeduerftig 2 Analysen

un- + beduerftig

unbeduerftig leitet sich vom Lemma beduerftig ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+bedurft+-ig

Zerlegung von unbeduerftig 3 Komponenten

unbe+(durf+tig)

unbeduerftig setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

unbeduerftig‑ als Erstglied (1 von 1)

unbedürftigkeit

DWB

unbeduerftig·keit

unbedürftigkeit , f. , Campe, die eigenschaft, ( einer unterstützung u. dgl. ) nicht bedürftig zu sein; dagegen bedürfnislosigkeit die eigen…