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unaufrichtig

nhd. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unaufrichtig adj. adv.

Bd. 24, Sp. 214
unaufrichtig, adj. adv. , gegentheil von aufrichtig in der heutigen übertragenen bedeutung, nicht aufrichtig und falsch, verstellt, verschlagen Kramer (1678) 1147a; Frisch 2, 116b. dafür unaufrecht (Gallus Oheim) veraltet. nl. onoprecht (onoprechtig) nl. wb. 10, 1754; n. uoprigtig ordb. 7, 439b. II. adj. von personen, eigenschaften und sachlichen begriffen: er hett ainen haimlichen unuffrechten (dolosus) vertrag geton wider sinen vatter Oheim Reichen. chr. 58, 8; nachred ist unbesinndt, doll, döricht, schnel und unfürsichtig, unbehütsam und unauffrichtig H. Sachs 3, 347, 20 Keller; welcher ein spötter, unauffrichtig und unnützer mann war, den hatte er nicht lieb buch d. liebe 317d; der verfasser .. redet .. von unaufrichtigen, unbedachtsamen ... abgenöthigten zusagen Cramer nord. aufs. 1, 211; weil sie die mutter .. zum deutlichen und unaufrichtigen ja gezwungen hat Hippel ehe 1, 8; unaufrichtige absicht Göthe 38, 265 Weim.; ich schätze seinen fleisz und verstand, hasse aber sein hochmüthiges, unaufrichtiges wesen brüder Grimm br. an Benecke 36; sie halten den könig für unaufrichtig Varnhagen 1, 384; welch ein wüster, unaufrichtiger .. zank brodelte wieder einmal aus dem hexenkessel der keltischen leidenschaften empor! Treitschke d. gesch. 4, 13; in einer kleinen stadt Frankreichs .. war .. es .., dasz Hugo .. auf dem balkone eines hauses stand, in dem man ihnen ein unaufrichtiges fest gegeben hatte Stifter 3, 170; Gortschakow war damals bemüht, seinem kaiser zu beweisen, dasz meine ergebenheit für ihn und meine sympathie für Ruszland unaufrichtig oder doch nur platonisch sei Bismarck ged. 2, 241. IIII. adv.: etliche wandeln unauffrichtig unnd nicht lauter vor mir Arnd nachf. Christi 69; durch neue ausgabe (der alten volksbücher) wird weder bürger noch bauer ergötzt, oder nur scheinbar, gebildete nur unaufrichtig J. Grimm br. an Wilhelm 167. IIIIII. den steigerungsformen und der substantivierung steht nichts im wege: machen sich euer hoheit gefaszt, entweder was unschickliches zu hören oder was unaufrichtiges Bettine frühlingskranz vorr.
2105 Zeichen · 51 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unaufrichtigadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Unaufrichtig , — er, — ste , adj . u. adv . nicht aufrichtig. Unaufrichtig mit jemand umgehen. Eine unaufrichtige Behand…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    unaufrichtig

    Goethe-Wörterbuch

    unaufrichtig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Spezial
    unaufrichtig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    un|auf|rich|tig adj. falz (falc, -a), nia sinzier.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unaufrichtig

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Ableitung von unaufrichtig 2 Analysen

un- + aufrichtig

unaufrichtig leitet sich vom Lemma aufrichtig ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+aufricht+-ig

unaufrichtig‑ als Erstglied (1 von 1)

unaufrichtigkeit

DWB

unaufrichtig·keit

unaufrichtigkeit , f. , defectus sinceritatis et integritatis Frisch 2, 116 b ; gegensatz von aufrichtigkeit; nl. onoprechtigheid nl. wb. 10…