Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
unandacht f.
unandacht , f. , gegensatz von andacht in des wortes allgemeinerer (a) und engerer (b) bedeutung, ' das nicht gedenken, nicht erinnern, vergessen, oblivio ' und ' mangel an der rechten andacht '. vgl. uneingedenken und mhd. unandæhticheit mhd. wb. 1, 350 b ; nl. onaandacht Kramer (1719) 2, 223 b ; onaandachtigheid nl. wb. 10, 878. a a) er vergrub alles in das grab der ewigen unandacht Zesen Simson (1679) 569 . b b) ariditas spiritualis: dürre vnandacht Geiler von Keisersberg narrenschiff 184 a ; in inen ist kein sanffte, es ist allesszamen rühe, da ist kein süsze, aber allein bitterkeit, kein …