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üppiglich

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

üppiglich adj. adv.

Bd. 24, Sp. 2352
üppiglich, adj. adv., dasselbe wie üppig. mhd. üppeclich, -lîche. im nhd. veraltend. noch Kramer (1702) 2, 1219c führt es auf. zum umlaut s. üppig. von alten formen, die noch frühnhd. erscheinen, seien erwähnt üppenklich Carbach Livius 1b; Fründ chronik 136; schweiz. schauspiele des 16. jhs. 1, 199 B.; üppiglichen histori v. d. k. stat Troia (1499) 37b; Keisersberg bilger 71c; J. Arnd nachfolge Christi (1631) 128. a) adj.: den tempel ... wider machen mit üppiklichen und wunderlichen sachen passionsspiele a. Tirol 90 Wackernell. (üppig 2, eitel, schwindelhaft); üppig 4 a entsprechend: nit erzaig dich üppiclich Hätzlerin 251; Mangold marckschiff (1596) c; von üppiglichen dingen so wil ichs heben an Hans Heselloher bei Uhland volksl. nr. 249, 1; vil leicht sich geit zu solicher zeit ain schnöder streit von üppiglichen knaben ebenda 11, 12; nach Neidhart 20, 3: wegen seines üppiglichen sanges Gervinus gesch. d. d. dicht. 1, 318. wie üppig 4 c: er ist ü., deditus voluptati Apherdianus (1601) 184. b) adv.; üppig 2 entsprechend: uppigklich (frustra) seet ir den samen erste d. bibel 3, 452, 47 K.; 4, 270, 6 K.; 5, 85, 49 K.; du solt den namen deines gottes nit üppiklich nennen ..., so es nit not thuot der ew. weisheit betb. (1518) 178a; kirchenordnung f. Braunschweig (1569) 382; darnach ... eilet er (Cincinnatus) zuo einem pfluog, gleich hett er die zeit nicht wol angelegt, sondern ü., in der er nit zu acker gangen, verzert Kirchhof wendunmuth 1, 27 Ö.; und wil von jedermenniglich sein thun und lassen uppiglich (sine causa) gelobet und gebillicht han Hayneccius Hans Pfriem 14 ndr.; und hast uppiglich lieb solche ding, welche der h. apostel für kaht gehalten hat J. Lorichius von weltlicher eitelkeit verachtung (1586) 151; die zeit u. verlieren Weckherlin 1, 280 F.; u. schwören Tschudi chron. 2, 57; inaniter upeklich Diefenbach n. gl. 212a. wie üppig 4 a: sie ... ü. sprach Arigo decam. 397 K.; 581 K.; wann die burger werden rich, so leben sie gar uppiglich gein irem rechten heren histor. volksl. 1, 170 Liliencron; D. ... sehr rumorisch und uppigklich ... redt Xylander Polybius 196; pompose, presumptuose Diefenbach gl. 446c; 457c. wie üppig 4 b: ich hab vil unrechts und ü. gewürkt A. v. Eyb spiegel d. sitten (1511) e 3b; dadurch ich göttlich gebot yppigklich und sträflich übertretten hab Luther 10, 2, 428 W.; du solt nicht töden zornigklich, dein ee nicht brechen üppigklich Joh. Conrad von Ulm bei Ph. Wackernagel kirchenlied 5, 354. üppig 4 c entsprechend; lascivement Hulsius-Ravellus (1616) 392a: do hat sich gfgt zuo meiner frouwen unser herr landtvogt üppigklich und warb umb sy so frAefenlich schweiz. schauspiele des 16. jhs. 3, 81 B. weh allen, welche sich des fleisches freud ergeben und in der lustseuch üppiglich gleich wie die heyden leben Gesenius-Denicke bei Fischer-Tümpel 2, 442; wie üppig 4 α: die (söhne) hatten nit acht zuo behalten das richtum irs vatters, sunder das ü. zuo verzeren A. v. Pforr b. d. beispiele 21 lit. ver.; L. Jud Erasmus ep. z. Timotheo (1521) c c c 1a; Schaidenreiszer Odyssea (1537) 7a; Wickram 2, 77 B.; Feyerabendt ungarische chron. (1581) 40a; gott hat mich zwahr ernehret, doch was er mir bescheret, ist üppiglich verzehret Rist himml. lied. 4, 258; dann kein buolerin mag sich üppiklicher oder unschamhaftiklicher bescheiden oder zieren dann sie iezund die muoter gottes ... formieren Schade sat. 2, 26; ... den nach meiner meynung sein kreuz und leiden mehr gewitzigt haben sollte, als seine dirnen so ü. herauszukleiden Bode Thomas Jones 2, 111; ü. leben Gotthelf geld u. geist (1852) 76. — ebenso veraltet üppisch, adj. adv., nebenform zu üppig. mhd. üppisch, uppisch (Hiob 12309 Karsten), oppisch Diefenbach gl. 468a. a) adj.: sulch oppisch andtwert (1442) acten d. ständetage Preuszens 2, 391, rede, wort Lindener katzipori 162 L.; C. Spangenberg mansfeld. chron. (1572) 273b; magd Mathesius 2, 41 L. (üppig 4 a). wie üppig 4 b: uxores, die goth nicht forchten, dy gantz uppisch und weltlich warn Luther 9, 398 W.; wann sie (d. malerei) von gottlosen und uppischen schändlich miszbrauchet wird Harsdörfer geschichtspiegel (1654) 320. wie üppig 4 c: du solt nicht ehebrechen ..., enthalt dich uppischer, schnöder wort 2 ältesten katechismen 54 ndr.; üppische liebe, fragen Harsdörfer gesprächsp. 5, N n 3a; 6, C c 4a. b) adv. wie üppig 4 a: e. chf. g. sehe doch, wie gar üppisch bruder Ludder sich gibt Eck bei Luther 1, 159b Jena; u. anschauen Lindener katzipori 113 L., abweisen F. Rhot Jesus Sirach (1587) 1, 57b; man weis sich nicht uppisch, grob, unfreundlich, eurisch und peurisch genugsam gegen den dienern des wortes zu stellen Mathesius katechismus 75.
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    üppiglichadj. adv.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    üppiglich , adj. adv. , dasselbe wie üppig. mhd. üppeclich, -lîche. im nhd. veraltend. noch Kramer (1702) 2, 1219 c führ…

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Ableitung von ueppiglich 2 Analysen

ueppig + -lich

ueppiglich leitet sich vom Lemma ueppig ab mit Suffix -lich.

Alternativen: upp+-ig+-lich

Keine Komposita gefunden — ueppiglich kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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Cotta, M. (2026). „ueppiglich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ueppiglich/dwb?formid=U13490
MLA
Cotta, Marcel. „ueppiglich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ueppiglich/dwb?formid=U13490. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „ueppiglich". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ueppiglich/dwb?formid=U13490.
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