Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
t(ü)tt(e)lig adj.
t ( ü ) tt(e)lig , adj. , mundartlich für ' empfindlich, verzärtelt, verzogen, zimperlich ' Hönig Köln 184 a ( vgl. tüttlichkeit, sp. 1953); vereinzelt auch literarisch bezeugt, etwa gleichbedeutend mit ' delikat, schwierig ': 'lassen sie ( anrede ) mich dabei sein' ( bei der vernehmung eines gefangenen, sagte ein SS-offizier zu einem polizeikommissar ); 'nein, mein lieber.' 'warum nein?' 'das ist dienst — eine tuttlige sache, mein freund' A. Seghers d. siebte kreuz (1950) 234 ; im schlesw.-holst. ist tüttelig als ' wirr im kopf, nicht ganz richtig ' nachweisbar, s. Mensing 5, 209 s. v. tüteln…